Der Film von Andrei Kutsila erhielt am Samstag, 31. Oktober, in Leipzig die „Goldene Taube Langfilm“ im Internationalen Wettbewerb Dokumentarfilm, wie der MDR mitteilte. Der Sender stiftet den Preis seit 2013, er ist mit 10.000 Euro dotiert. Dazu kommt der MDR-Preis für den besten osteuropäischen Dokumentarfilm mit 3000 Euro, den der Sender seit 1995 beim Festival vergibt. Anlass war das 69. Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm.
Der Film porträtiert Belarus aus der Sicht von Menschen, die unter dem Lukaschenko-Regime Verfolgung, Haft oder Exil erlebt haben. Kutsila arbeitet mit Briefen und Zeichnungen aus dem Gefängnis, Archivmaterial und Interviews. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die trotz Überwachung und Inhaftierung an ihrem Wunsch nach Freiheit festhalten.
Jury lobt vielschichtige Erzählweise des Belarus-Films
Die Jury sieht in dem Film einen Beleg dafür, wie persönliche Geschichten das Schicksal einer ganzen Nation sichtbar machen können. Kutsila verbinde unterschiedliche Formen des filmischen Erzählens und schaffe so „eine vielschichtige dokumentarische Sprache, die das Unsichtbare auf die Leinwand bringt und zum Schweigen gebrachte Stimmen hörbar macht“. Neben der politischen Repression in Belarus behandle der Film Themen wie Freiheit, Trennung und Liebe.
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Die Goldene Taube übergab MDR-Programmdirektor Boris Lochthofen, den Preis für den besten osteuropäischen Film der Dokumentarfilm-Redakteur Thomas Beyer. Der MDR ist Kooperationspartner des Festivals und veranstaltete in diesem Jahr unter anderem einen MDR-Tag mit dem „ARD TopDocs – Wettbewerb“ und einem Special Screening im Leipziger Hauptbahnhof. Vom 17. bis 23. Oktober zeigte der Sender im Fernsehen zudem zwölf Kinofilme aus zwölf osteuropäischen Ländern.
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