Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat noch keine Einladung zur Amtseinführung von Donald Trump als Präsident der USA am 20. Januar erhalten. Dies teilte eine Sprecherin am Freitag auf die Frage mit, ob von der Leyen nach Washington reisen werde. „Wenn sie eine Einladung erhält, werden wir sehen, aber im Moment gibt es keine Pläne (an der Amtseinführung teilzunehmen)“, sagte Paula Pinho. Obwohl ausländische Staats- und Regierungschefs aufgrund von Sicherheitsbedenken gemeinhin nicht an den Amtseinführungen amerikanischer Präsidenten teilnehmen, hat Trump einige zu seiner eigenen eingeladen. So haben etwa Chinas Xi Jinping, Italiens Giorgia Meloni und Israels Benjamin Netanjahu Einladungen bekommen.
Laut einem am Freitag veröffentlichten Bloomberg-Bericht, der sich auf Quellen aus ihrem Umfeld beruft, wollte die Präsidentin der Europäischen Kommission eigentlich ein Treffen mit Trump in Florida noch vor seiner Amtseinführung vereinbaren. Es habe bereits Gespräche mit den Beratern des designierten Präsidenten gegeben, so die Nachrichtenagentur.
Dem Bericht zufolge werden die Bemühungen um ein Treffen auch dadurch erschwert, dass von der Leyen sich noch immer von einer Lungenentzündung in Deutschland erholt und noch nicht nach Brüssel zurückgekehrt ist. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Freitag geht es von der Leyen allerdings schon wieder deutlich besser und sie kann von Zuhause aus arbeiten.
Nach den Äußerungen Trumps zu einer möglichen Annexion Grönlands durch die USA haben derweil von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa am Donnerstag betont, die USA und Europa seien „gemeinsam stärker“. „Wir freuen uns auf eine positive Zusammenarbeit mit der neuen US-Regierung, die auf unseren gemeinsamen Werten und Interessen beruht“, erklärten sie in wortgleichen Beiträgen im Onlinedienst X.
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