Das Dostojewski-Denkmal in Dresden hat einen Interimsstandort erhalten. Wie das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB) am Mittwoch mitteilte, wurde die Bronzestatue zu Ehren des russischen Schriftstellers Fjodor Dostojewski (1821–1881) auf dem Platz neben der Russisch-Orthodoxen Kirche in der Dresdner Südvorstadt aufgestellt. Die Wiederaufstellung soll laut dem Deutsch-Russischen Kulturinstitut (DRKI), dem Eigentümer der Statue, am 29. August erfolgen.
Ursprünglich stand das Statue, des russichen Bildhauers Alexander Rukawischnikow am Ostra-Ufer zwischen Landtag und Kongresszentrum. Im Juni 2025 wurde es wegen der Bauarbeiten zur Erweiterung des Sächsischen Landtags abgebaut und eingelagert.
Nach Angaben des Immobilien- und Baumanagements war die Interimslösung zum Schutz des Kunstwerks notwendig geworden. Aufgrund der „räumlich beengten Situation auf dem Baufeld“ habe „ein erhebliches Risiko für Beschädigungen des Denkmals“ bestanden. Der Fall löste damals große Irritationen in der Dresdner Bürgerschaft und darüber hinaus aus.
Offiziell diente die Demontage also dem Schutz der Skulptur während der Bauphase. Die Frage nach dem künftigen Standort entwickelte sich laut DRKI jedoch zu einem längeren Streit, der mit der monatelangen Suche nach einem geeigneten Platz einherging.
Die Statue erinnert an die Aufenthalte des Dichters in den 1860er- und 1870er-Jahren in Dresden und war 2006 im Beisein der damaligen Bundeskanzlerin, Angela Merkel und des russichen Präsidenten Wladimir Putin eingeweiht worden. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll das Denkmal laut SIB voraussichtlich 2031 an seinen ursprünglichen Standort zurückkehren.
Landtag wird für mehr als 100 Millionen Euro erweitert
Das Dostojewski-Denkmal war im Juni 2025 wegen der Bauarbeiten zur Erweiterung des Sächsischen Landtags abgebaut worden.
© DRKI
Der sächsische Landtag soll in den kommenden Jahren umfassend modernisiert und erweitert werden. Nach Angaben des Immobilien- und Baumanagements beläuft sich das Investitionsvolumen auf mehr als 100 Millionen Euro. Ein geplanter Anbau kostet demnach etwa 73,6 Millionen Euro, ein im Hof des Landtags vorgesehener Kubus rund 38,7 Millionen Euro.
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Die beiden Neubauten sollen eine Bürofläche von 2.000 Quadratmetern umfassen und innerhalb von vier Jahren fertiggestellt werden. Anschließend ist die Sanierung des Altbauteils vorgesehen.
Begleitet wird die Rückkehr der Statue an ihren Interimsstandort laut DRKI von einem Vortrag des Theologen Eugen Drewermann.
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