An einem italienischen Hafen sind bei einer Kontrolle drei Akeron-Raketen in einem Kleintransporter entdeckt worden – Waffen, die in Frankreich hergestellt werden. Wie der italienische Sender Sky TG 24 berichtete, nahm die Polizei einen 46-jährigen französischen Staatsbürger fest. Eine Richterin ordnete Untersuchungshaft an.
Der Fund geht auf eine routinemäßige Kontrolle im Hafen zurück. Laut Sky TG 24 hielt die italienische Finanzpolizei (Guardia di Finanza) den Mann an, als er im Hafen von Bari ankam. Nach Angaben von Euronews hatte der Kleintransporter ein französisches Kennzeichen. Darin fanden die Ermittler demnach fünf Transportbehälter, die für Panzerabwehrwaffensysteme vorgesehen sind.
Von den fünf Behältern enthielten laut Euronews drei jeweils eine Akeron-Rakete. In einem weiteren lag eine Übungsrakete, der Lenksystem, Antrieb und Gefechtskopf fehlten; der fünfte Behälter war leer.
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Warum die Farbe der Röhren zum Problem wurde
Experten der italienischen Armee wurden mit der Untersuchung der Raketen beauftragt. Dabei spielte auch die Kennzeichnung der Behälter eine Rolle. Laut Euronews waren die Röhren mit blauen Streifen versehen, die nach Nato-Standard auf Übungsmaterial ohne Sprengstoff hindeuten.
Nach Einschätzung des Militärs gehörten die Streifen allerdings nicht zur ursprünglichen Kennzeichnung. Sie bestanden demnach lediglich aus leicht ablösbarem Klebeband. Unter den Bändern kam laut Euronews eine gelb-schwarze Markierung zum Vorschein, die auf hochexplosive Munition mit Durchschlagswirkung hindeute.
Die Angaben des Fahrers und die Zweifel der Ermittler
Der Mann gab laut Sky TG24 an, als Fahrer für den Rüstungskonzern MBDA France tätig zu sein. Er habe die Raketen für Reparatur- und Wartungsarbeiten nach Griechenland bringen sollen. Seine Verteidigung legte laut beiden Quellen Handels- und Reisedokumente sowie eine Genehmigung vor, die das französische Verteidigungsministerium 2025 an MBDA France für den Umgang mit Kriegsmaterial erteilt haben soll.
Die Richterin sah dennoch weiteren Klärungsbedarf. Nach übereinstimmender Darstellung von Sky TG 24 und Euronews stellte sie Unstimmigkeiten fest – unter anderem bei Stempeln und Datumsangaben.
Die für den Transport von Militärgütern nötigen Genehmigungen habe der Mann laut Richterin weder bei der Kontrolle im Hafen noch später bei den Justizbehörden vorgelegt. Seine Transportfirma, die auf den Namen seiner Frau eingetragen sei, sei aus Sicht der Ermittler zudem nicht auf solche Transporte spezialisiert, wie Euronews berichtet.
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