Es waren große Neuigkeiten für die Berliner Gastronomie: Nachdem das Stammhaus in Charlottenburg erst im Sommer vergangenen Jahres geschlossen hatte, feierte die Berliner Feinkostlegende Rogacki vor wenigen Wochen ihr Comeback in der Kreuzberger Markthalle Neun.
Mit Backfisch, Kartoffelsalat und weiteren Feinkostklassikern wollen die neuen Betreiber an die Tradition anknüpfen. Sechs Monate lang soll Rogacki als Pop-up in Kreuzberg zu Gast sein, bevor das Unternehmen in Charlottenburg langfristig ein neues Stammhaus eröffnet. Doch der vorläufige Neustart wird bereits von Personalproblemen überschattet.
Personalmangel bei Rogacki: Geschäftsführer äußert sich
„Seit einigen Jahren hat die gesamte Gastronomiebranche mit Personalmangel zu kämpfen“, stellt der neue Rogacki-Geschäftsführer Jan Spielhagen auf Nachfrage der Berliner Zeitung klar. Gerade während und nach der Corona-Pandemie hätten sich viele Beschäftigte beruflich neu orientiert. „Diese Entwicklung spüren auch wir.“
So blieb am Montag (26. Oktober) die Frischetheke wegen Personalmangels geschlossen, wie T-Online berichtete. Erst am Dienstag sollte der Betrieb wieder vollständig laufen.
Bereits vor rund zwei Wochen hatte der gesamte Pop-up-Store aus demselben Grund geschlossen bleiben müssen. „In dieser Woche schaffen wir es, an allen sechs Tagen von Montag bis Samstag für unsere Gäste da zu sein“, betont Spielhagen.
Zu den grundsätzlichen Personalproblemen kämen saisonale Herausforderungen hinzu, erklärt Spielhagen: „Wir stecken gerade mitten in der Erkältungssaison und krankheitsbedingte Ausfälle erschweren die Personalplanung zusätzlich.“ Damit stehe Rogacki nicht allein da. Viele Restaurants hätten deshalb nicht mehr an allen Tagen der Woche geöffnet, sagt der Geschäftsführer.
„Dass die Personalsuche in der Gastronomie schwierig ist, wussten wir“, räumt Spielhagen ein. Wie herausfordernd die Situation gerade in der Startphase werden würde, zeige sich allerdings erst jetzt im laufenden Betrieb.
„Wir arbeiten intensiv daran, unser Team weiter zu verstärken.“ Gesucht würden Mitarbeiter, die nicht nur fachlich passten, sondern auch großen Wert auf guten Service legten.
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Der Betrieb sei momentan noch ein „echter Kraftakt“. Auch Spielhagen selbst packe mit an: „Heute Morgen habe zum Beispiel ich mich um den Müll von gestern, das Altglas und die Bestückung der Kühlschränke gekümmert.“
Nun soll zusätzliches Personal dafür sorgen, dass Rogacki möglichst bald wieder verlässlich und ohne Einschränkungen öffnen kann.
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