Die Initiative „Hochschulen am Limit – Investitionen statt Sparpolitik“ reagiert auf die laufenden Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2027/2028. Die Initiatoren schlagen Alarm und verweisen auf die Folgen einer jahrelangen Unterfinanzierung. Es geht um Sanierungsstau an Universitätsgebäuden, ausgefallene Lehrveranstaltungen, verhängte Einstellungsstopps und eine chronische Überlastung des Personals. Das alles gefährde die Zukunft des Bildungsstandorts Sachsen, monieren die Initiatoren, zu denen die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) sowie die Gewerkschaften ver.di und GEW zählen.
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„Gute Studienbedingungen und gute Arbeitsbedingungen gehören zusammen“, betont die Sprecherin der Studierendenkonferenz Bethany Knobloch. Es gibt vier Kernforderungen. Neben einer auskömmlichen Grundfinanzierung für alle sächsischen Hochschulen und Studentenwerke geht es um die Schaffung dauerhafter Stellen sowie ein Ende pauschaler Einstellungsstopps. Die Initiatoren fordern zudem Investitionen in die digitale Infrastruktur, moderne Ausstattung und die Sanierung maroder Hochschulgebäude sowie die Sicherung des Lehrangebots.
Um den Druck auf die Haushaltsentscheidungen zu erhöhen, braucht es die öffentliche Unterstützung. Wer die Forderungen teilt, kann die Petition hier einsehen und unterzeichnen. Mehr als 1.300 Unterstützer haben das bereits getan. Bei 2.500 oder mehr Unterschriften entscheidet der Petitionsausschuss des Landtages, ob Vertreter des Bündnisses im Plenum gegenüber den Abgeordneten des Sächsischen Landtages ihr Anliegen vortragen können.
Haushaltsdefizite in Millionenhöhe
Konkret geht es darum, dass die Hochschulen in Sachsen auf rund ein Fünftel der Gelder verzichten müssten, wird der Haushaltsentwurf für 2027/28 so beschlossen. Bei der reinen Grundfinanzierung, also den Zuschüssen für die Hochschulen, soll nicht gekürzt werden. Allerdings stehen Budgetsperren und der Wegfall von Sonderzuweisungen zur Debatte. Auch bereits zugesagte Gelder für Forschungsprojekte wackeln.
Einzelne Universitäten beziffern ihre möglichen Defizite bereits konkret. Die Universität Leipzig erwartet ein Haushaltsminus von 16 Millionen Euro. Auch die TU Chemnitz meldet einen Fehlbetrag in Millionenhöhe und an der Fachhochschule Mittweida geht man angesichts der drohenden Haushaltskürzungen von Streichungen bei der Lehre aus.
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