Abkommen

Durchbruch im Grönland-Streit: Trump verkündet Deal

Die USA, Dänemark und Grönland haben sich auf ein Abkommen zur künftigen Sicherheit der Arktisinsel verständigt, erklärt US-Präsident Donald Trump. Was ist vorgesehen?

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Die Pituffik Space Base in Grönland

Die Pituffik Space Base in Grönland

© Thomas Traasdahl/Ritzau Scanpix/imago

Die USA, Dänemark und Grönland haben sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump auf eine Vereinbarung zur Sicherheit der strategisch wichtigen Arktisinsel verständigt. Das Abkommen gewähre den USA „die dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit und alle anderen Belange in Grönland“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Man werde „unmittelbar“ mit dem Aufbau einer größeren Militärpräsenz auf der Insel beginnen.

Nach Angaben Trumps sieht die Vereinbarung unter anderem vor, dass Gegner der USA keine Militärstützpunkte in Grönland errichten dürfen. Auch bestimmte „sensible Investitionen“ sollen ohne Zustimmung der USA nicht möglich sein. Ein US-Vertreter sagte Reuters zufolge, die Vereinbarung gewähre den USA dauerhafte Zugangs-, Stationierungs- und Überflugrechte. Diese Regelungen sollen demnach auch bei einer möglichen künftigen Unabhängigkeit Grönlands gelten.

Was sagen Dänemark und Grönland?

Die dänische Regierung bestätigte den Abschluss dagegen noch nicht in gleicher Form wie Trump. Das Büro von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen teilte laut AP mit, das Abkommen solle in der kommenden Woche während der UN-Generalversammlung von Dänemark, Grönland und den USA unterzeichnet werden. Zudem seien noch parlamentarische Schritte in Dänemark und Grönland notwendig, bevor die Vereinbarung in Kraft treten könne.

Frederiksen erklärte laut AP, das Abkommen erkenne die „Souveränität und territoriale Integrität“ Dänemarks und Grönlands sowie das Recht der Grönländer auf Selbstbestimmung an. Der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen sagte laut Reuters, die Vereinbarung berücksichtige die Interessen Grönlands und seinen Platz in der internationalen Zusammenarbeit. „Das nützt uns allen“, erklärte er.

Grönland: USA haben bereits weitreichende militärische Rechte

Die USA verfügen aufgrund eines Abkommens von 1951 bereits über weitreichende Überflug- und Stationierungsrechte in Grönland, wie Reuters berichtet. Heute betreiben die USA dort die Pituffik Space Base im Nordwesten der Insel. Die Anlage dient laut AP unter anderem der Raketenwarnung, Raketenabwehr und Weltraumüberwachung.

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Trump hatte seit Beginn seiner zweiten Amtszeit wiederholt eine Übernahme Grönlands durch die USA gefordert und auch einen Militäreinsatz nicht ausgeschlossen. Dänemark und Grönland hatten eine Abtretung der Insel stets zurückgewiesen. Trumps Äußerungen hatten laut dpa bei europäischen Staaten und Nato-Partnern Empörung und Widerstand ausgelöst.

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