Die Deutsche Rentenversicherung hat neue Zahlen vorgelegt – und sie zeigen eine steigende, aber ungleich verteilte Durchschnittsrente 2025. Zum Jahresende lag die Altersrente im Schnitt bei 1195 Euro im Monat, 41 Euro mehr als ein Jahr zuvor.
Männer kamen auf 1449 Euro, Frauen nur auf 994 Euro. Die Daten zeigen außerdem, warum die Menschen in Deutschland immer später aufhören zu arbeiten.
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Rente von Frauen und Männern: 455 Euro Unterschied
Zum Ende des Jahres 2025 erhielten Altersrentner in Deutschland im Schnitt 1195 Euro pro Monat. Das waren 41 Euro mehr als im Jahr davor.
Zwischen den Geschlechtern klafft eine deutliche Lücke. Männer bezogen 2025 im Durchschnitt 1449 Euro Altersrente, nach 1405 Euro im Vorjahr. Frauen kamen auf 994 Euro, nach 955 Euro im Vorjahr. Damit lag die durchschnittliche Männerrente 455 Euro höher als die der Frauen.
Renteneintrittsalter 2025: 64,7 Jahre im Schnitt
Im Schnitt gingen die Menschen 2025 mit 64,7 Jahren in Altersrente. Gegenüber dem Vorjahr veränderte sich dieser Wert nicht. Der langfristige Trend ist dennoch eindeutig. Im Jahr 2000 lag das durchschnittliche Renteneintrittsalter noch bei 62,3 Jahren.
Ein wesentlicher Grund für den Anstieg ist laut Rentenversicherung die schrittweise Anhebung der Altersgrenze auf 67 Jahre bis zum Jahr 2031.
Rentenanpassung 2025: Rentenwert steigt um 40,79 Euro
Zum 1. Juli 2025 stieg der aktuelle Rentenwert bundeseinheitlich um 3,74 Prozent, somit um 40,79 Euro. Maßgebend dafür waren nach Angaben der Rentenversicherung vor allem steigende Löhne.
„Die Finanzen der Deutschen Rentenversicherung blieben trotz eines deutlichen Anstiegs der Ausgaben auch im Jahr 2025 stabil“, erklärte Alexander Gunkel, alternierender Vorsitzender des Bundesvorstands der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Die Pflichtbeiträge aus Erwerbstätigkeit legten 2025 um 4,7 Prozent zu. Insgesamt nahm die Rentenversicherung 321,6 Milliarden Euro an Beiträgen ein, 15,6 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.
Die Gesamteinnahmen erreichten 422,6 Milliarden Euro. Ihnen standen Gesamtausgaben von 426,5 Milliarden Euro gegenüber – ein Anstieg um 5,9 Prozent. Die reinen Rentenausgaben legten dabei um 5,4 Prozent zu und wuchsen damit schneller als die Einnahmen.
Bundesmittel: Wie sich die Rente mitfinanziert
Zum 31. Dezember 2025 lag die Nachhaltigkeitsrücklage bei 41,4 Milliarden Euro und damit 3,1 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert. Sie entsprach 1,38 Monatsausgaben.
Damit blieb die Rücklage im gesetzlich vorgesehenen Korridor, der von 0,2 bis 1,5 Monatsausgaben reicht.
Einen großen Beitrag leisteten 2025 die Bundesmittel. Allein die Bundeszuschüsse an die allgemeine Rentenversicherung beliefen sich auf 93,2 Milliarden Euro.
Hinzu kamen 19,2 Milliarden Euro für Kindererziehungszeiten sowie 6,1 Milliarden Euro als Erstattung für Renten aus den Zusatz- und Sonderversorgungssystemen der früheren DDR. Das Defizit der knappschaftlichen Rentenversicherung deckte der Bund mit 4,8 Milliarden Euro ab.
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Die Bundeszuschüsse dienen vor allem der Finanzierung von Leistungen, für die keine Beiträge fließen. Nach Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung Bund aus dem Jahr 2024 beliefen sich diese nicht beitragsgedeckten Leistungen der allgemeinen Rentenversicherung im Jahr 2023 auf rund 124,1 Milliarden Euro – und überstiegen damit die Höhe der Bundeszuschüsse.
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