2. Bundesliga

Dynamo Dresdens Fehlstart: Amoako-Rückkehr als Lösung?

Vier Punkte aus sechs Spielen, Tabellenplatz 17: Dynamo Dresden hinkt hinterher. Und der Mann, der Trainer Thomas Stamm so fehlt, kommt beim HSV nicht zum Zug.

3 Min
Kofi Amoako wird bei Dynamo Dresden schmerzlich vermisst.

Kofi Amoako wird bei Dynamo Dresden schmerzlich vermisst.

© Robert Michael

Dynamo Dresden hat nach sechs Spieltagen nur vier Punkte auf dem Konto und steht auf Platz 17. Nach dem starken Beginn ins Kalenderjahr, der die Sachsen auf Platz vier der Rückrundentabelle geführt hatte, wirkt der Fehlstart in die neue Spielzeit wie ein Rückfall.

Klar, das bisherige hatte es in sich: Der 1. FC Heidenheim, der 1. FC Nürnberg und Hertha BSC, die drei stärksten Teams der bisherigen Saison, warteten gleich zu Beginn. Doch Trainer Thomas Stamm hat recht, wenn er trotzdem keine Ausreden gelten lassen will. „Wir haben im Trainerteam auch über dieses Thema gesprochen“, sagte er zu Tag24. „Es muss trotzdem möglich sein, dass wir punktuell gegen solche Mannschaften Zähler holen. Diese Überzeugung müssen wir haben.“

Dynamo fehlt die Stabilität auf der Sechs

Doch wer nach einem Grund für die Schwächephase sucht, der über den Spielplan hinausgeht, landet auch auf der Sechserposition. Und dort bei einem Namen: Kofi Amoako.

Der 21-Jährige war in der vergangenen Saison als Sechser der Abräumer vor der Kette. Im Sommer wechselte er zum Hamburger SV. Und seitdem sucht der Klub eine Lösung für seine Position, ohne sie so richtig zufriedenstellend gefunden zu haben.

Kofi Amoako (l.) darf beim Hamburger SV bisher nur im Training mitspielen.

Kofi Amoako (l.) darf beim Hamburger SV bisher nur im Training mitspielen.

© IMAGO/Fernando Soares

Amoako kommt beim HSV nicht zum Zug

Und Amoako? Der wartet bislang auf seinen ersten Einsatz für den Hamburger SV. Keine einzige Bundesliga-Sekunde steht für ihn zu Buche. Als die Hamburger vergangenes Wochenende ihren ersten Saisonsieg feierten, ein 2:1 gegen den 1. FC Köln, fehlte er sogar im Kader. „Ich glaube, der Sprung von der zweiten zur ersten Liga ist groß. Das haben auch andere Spieler und auch wir letztes Jahr gemerkt“, erklärte HSV-Co-Trainer Loic Fave.

Und wenn Hamburg den Spieler aktuell nicht zu brauchen scheint, sollte Dresden im Winter vielleicht einmal beim HSV anklopfen und fragen, wie es um eine mögliche Leihe steht. Der 21-Jährige lernt im Training eines Bundesligisten zweifellos dazu, braucht aber vor allem eins: Spielzeit – und die bekäme er in Dresden eher als in Hamburg.

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Für Dynamo wäre es die naheliegendste Antwort auf ein Problem, das der Klub seit dem Sommer mit sich herumträgt. Und der HSV? Der würde einem Spieler, für den ohnehin kein Platz ist, die Chance geben, zu spielen.

Bis zum Winter können sich aber noch andere beweisen. Das Programm wird in den nächsten Spielen immerhin etwas leichter: Für Dynamo geht es als nächstes zum Aufsteiger VfL Osnabrück (Sonnabend, 10. Oktober), dann geht es gegen den 1. FC Magdeburg und Holstein Kiel.

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