Laufen in Berlin

Ein Tempomacher ist mehr als nur der Hase vor dem Feld

Tobias Singer ist seit vielen Jahren als Pacemaker bei verschiedenen Rennen im Einsatz. Sein Einsatz beim Hamburg-Marathon 2016 hat sich besonders ausgezahlt.

Christian Kattner
4 Min
Ein guter Pacemaker wie Tobias Singer legt auch mal eigene Rennen ein, um die Form zu halten.

Ein guter Pacemaker wie Tobias Singer legt auch mal eigene Rennen ein, um die Form zu halten.

© imago images

Die Rolle desjenigen, der eine Athletin oder einen Athleten auf der Jagd nach einer Qualifikationsnorm, einer Bestzeit oder einem Streckenrekord unterstützt, hatte Tobias Singer vorher bereits für andere Läufer übernommen. Selbstlos, in einer Sportart, in der es eigentlich nur um individuelle Leistungen geht. In der eigenen Trainingsgruppe in Berlin wird der Teamgedanke jedoch großgeschrieben. Mit Mayada Al-Sayad „habe ich fast alles zusammen trainiert und ihr in den entscheidenden Rennen das Tempo gemacht“, sagt er, „dadurch habe ich meinen Anteil gehabt, aber auch meine Arbeit abgesichert.“ Al-Sayad sei eine Läuferin, die sich auf gewisse Dinge verlassen muss und „vielleicht nicht intuitiv bei einem großen Marathon richtig gehandelt hätte. Da konnte ich sie unterstützen und ihr für die Norm und Bestzeit helfen“, sagt der Trainer, „dass wir das geschafft haben, hatte mit dem Vertrauen und der Verlässlichkeit im Rennen zu tun.“

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