Eishockey

Eisbären Berlin: Versöhnlicher Abschluss eines schwierigen Jahres

Der Start in die ungewöhnliche Saison ist geglückt. Dennoch wirken die ungewöhnlichen Umstände durch die Corona-Krise weiter.

Benedikt Paetzholdt
2 Min
Mathias Niederberger ließ gegen die Krefeld Pinguine keinen Gegentreffer zu.

Mathias Niederberger ließ gegen die Krefeld Pinguine keinen Gegentreffer zu.

© City-Press/Marco Leipold

Wie schon bei der Saisoneröffnung gegen Bremerhaven (3:2) stachen erneut die neuen Offensivkräfte Kris Foucault und Matt White mit zusammen drei Treffern gegen die Pinguine heraus. Mit Center Mark Zengerle hat sich schnell eine Paradereihe herausgebildet. Zudem versprüht Leo Pföderl dieser Tage eine große Lust am Eishockeyspielen.

Dass der Puck bislang nur dreimal im EHC-Tor landete, einer davon per Penalty erzielt, ist nicht weniger bemerkenswert. Das Kollektiv wirkt harmonisch. Ein Gegentreffer in Unterzahl offenbart, wie sehr man sich aufeinander verlassen kann. „Unser Trainerteam hat die Mannschaft bislang sehr gut eingestellt“, sagt Lee, der aber darauf verweist, dass die erste richtige Belastungsprobe im Januar ansteht. Neun Partien hat der Spielplan der DEL für die Eisbären vorgesehen.

Starkes Torhütergespann

Eine entscheidende Verbesserung zu den vergangenen beiden Jahren ist das Torhütergespann. Seit dem Karriereende von Petri Vehanen gab es stets berechtigte Zweifel, ob die Qualität zwischen den Pfosten ausreicht, um die anspruchsvollen Ziele zu erreichen. Mathias Niederberger ist der aktuell beste DEL-Torhüter, zeigte souverän sein Können gegen Krefeld. „Mathias hat einige große Paraden zum richtigen Zeitpunkt gezeigt“, lobte Trainer Serge Aubin nach dem Shutout. Tobias Ancicka feiert zuletzt gegen Wolfsburg mit 19 Jahren ein beeindruckendes DEL-Debüt, blieb dabei in der regulären Spielzeit ohne Gegentor. Niederberger sagte stellvertretend: „Das spricht natürlich in allererster Linie für die Mannschaft – dafür, dass wir diszipliniert spielen und geduldig bleiben, auch wenn wir im vorigen Spiel kein Tor geschossen haben.“

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Bei allen positiven Zeichen fällt das Jahresfazit Lees natürlich nicht überschwänglich aus. „Dieses Jahr hat uns hart getroffen.“ Für 2021 hat er gleich mehrere Wünsche: „Ich hoffe, dass die Liga so überlebt und wir nach den Play-offs einen Meister küren können.“ Und eine Sehnsucht ist besonders groß: „Ohne Fans ist das ziemlich traurig. Natürlich wäre es schön, wenn sie bald wiederkommen könnten.“

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