Das Verfahren zum Heizungsgesetz von Wirtschaftsminister Robert Habeck wurde vorerst pausiert, doch das Thema Heizungstausch an sich ist damit nicht vom Tisch. Die Wärmewende findet nach dem Plan der Bundesregierung so oder so statt, und die Wärmepumpe soll als Technologie eine wichtige Rolle dabei spielen.
Ein aktuelles Energiesparbarometer zeigt jedoch: Nur 15 Prozent der Hausbesitzer in Deutschland haben in diese Technologie investiert, ein weiteres Viertel denkt über eine solche Investition nach. Für die anderen 60 Prozent ist es hingegen vorerst keine Option.
Wärmepumpen: Hohe Kosten als Grund für Ablehnung
Für das Barometer hat die Online-Plattform Statista im Mai im Auftrag des Energieversorgers Vattenfall 1000 repräsentativ ausgewählte Personen in Deutschland befragt. Die Ergebnisse wurden am Freitag vorgestellt. In dieser Befragung nennt mehr als die Hälfte der Personen, die ein Haus besitzen und die Nutzung einer Wärmepumpe nicht in Betracht ziehen, die hohen Kosten als Grund für die Zurückhaltung bei einer solchen Investition.
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Darüber hinaus zeigt die Umfrage: Für 90 Prozent der Menschen ist die Verringerung des eigenen Energieverbrauchs auch nach dem letzten Winter sehr wichtig. Bei der Bereitschaft, die Energie tatsächlich zu sparen, spielt auch das Alter eine Rolle: Je älter die Menschen sind, desto mehr Maßnahmen zum Energiesparen ergreifen sie nach eigenen Angaben. Dazu zählen auch Investitionen in energiesparende technische Einrichtungen. Die Haushalte der über 50-Jährigen und in noch stärkerem Maß der über 65-Jährigen sind deutlich häufiger mit Energiespartechnik ausgestattet als die der jüngeren Generationen. Die unter 50-Jährigen liegen nur beim Einsatz von neuen Technologien und Elektrofahrzeugen vorn. Die Bereitschaft zu Verhaltensänderungen ist in allen Altersgruppen hoch.
Interessant ist auch: Für 92 Prozent der Befragten sind Kosteneinsparungen der wichtigste Grund für die Reduzierung des eigenen Energieverbrauchs. Erst danach folgen die Motive der Ressourcenschonung (79 Prozent) und des Klimaschutzes (71 Prozent).
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