Nach dem schweren Erdbeben in Panama hat das Pazifische Tsunami-Warnzentrum die Gefahr für beendet erklärt. Die zunächst ausgegebene Warnung für Teile der Pazifikküste Mittel- und Südamerikas wurde aufgehoben, wie AFP berichtet. Durch das Beben stürzten Gebäude und Straßen ein. Mindestens zwei Menschen wurden verletzt, Todesfälle waren zunächst nicht gemeldet.
Das Erdbeben der Magnitude 7,7 ereignete sich am Freitag um 12.56 Uhr Ortszeit, also um 19.56 Uhr MESZ. Nach Angaben des US-Geologischen Dienstes USGS lag das Epizentrum nahe Pitaloza Arriba im zentralen Süden Panamas. Der Erdbebenherd befand sich in etwa zwölf Kilometern Tiefe.
Anfangs waren für einzelne Küstenabschnitte Panamas Tsunami-Wellen von einem bis drei Metern prognostiziert worden. Im letzten Bulletin erklärte das Warnzentrum laut dem costa-ricanischen Nachrichtenportal Delfino.cr jedoch, es bestehe keine Tsunami-Gefahr mehr. Kleine Schwankungen des Meeresspiegels nahe dem Erdbebengebiet seien noch möglich.
Ein eingestürzter Kirchturm in Penonomé: Das schwere Erdbeben hat in Panama Gebäude und Straßen zerstört.
© Daniel Gonzalez/imago
Ort auf dem Landweg abgeschnitten
Verletzte waren laut AFP in eingestürzten Gebäuden in Veraguas und Coclé eingeschlossen gewesen. Gesundheitsminister Fernando Boyd nannte Herrera, Coclé und Los Santos als besonders betroffene Provinzen. Tonosí sei auf dem Landweg vollständig abgeschnitten. Die Behörden prüften Hilfe aus der Luft.
Auch in der Hauptstadt flohen Menschen aus Hochhäusern ins Freie. Mehr als 80 Nachbeben wurden registriert, darunter eines mit einer Magnitude über sechs. Das Bildungsministerium setzte den Unterricht landesweit aus.
Panamakanal bleibt in Betrieb
Der internationale Flughafen Tocumen unterbrach vorübergehend den Betrieb, nahm die Flüge nach Angaben von Reuters aber wieder auf. Der Panamakanal blieb regulär in Betrieb. In sechs Provinzen wurden Stromausfälle gemeldet.
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