Auf einem Erdbeerfeld im sächsischen Bröthen bei Hoyerswerda dürfen Kinder unter zwölf Jahren in dieser Saison nicht mehr selbst pflücken. Obstbauer Edmund Kubitz begründet den Schritt mit wiederholten Schäden an seinen Pflanzen und Einnahmeverlusten.
Kubitz bewirtschaftet die Felder an der Hauptstraße seit 53 Jahren. Kinder hätten wiederholt Pflanzen verletzt, Früchte abgerupft oder herumgeworfen.
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Erdbeerfelder führen häufiger Regelungen ein
Auch dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) sagte Kubitz, die Schäden führten zu erheblichen Ernteverlusten. Die Lage sei zunehmend untragbar geworden, er müsse klare Grenzen setzen, um seine Existenz zu schützen.
Als weiteren Grund nannte der Landwirt das Verhalten mancher Besucher. Einige Familien hätten die Felder als eine Art „All-you-can-eat-Angebot“ genutzt. Vor Ort würden große Mengen verzehrt, gekauft werde am Ende nur wenig. Für kleinere Betriebe könne das existenzgefährdend werden.
Im Internet ärgern sich Nutzer über die Altersregelung. Unter den Rezensionen des Erdbeerfelds auf Google äußern einige Nutzer Kritik: „Es scheint dieser Mensch ist nicht gerade gut auf kleine Kinder zu sprechen“, so ein Nutzer. „Schade, dass alle Kinder ‚leiden‘ müssen, nur weil sich einige anscheinend nicht benehmen können“, schrieb eine andere Nutzein. Jedoch habe auch sie beobachtet, dass sich Erwachsene oft nicht an Regeln halten.
Zuletzt führten auch andere Erdeerfelder Regelungen ein. In Baden-Württemberg erklärte ein Erdbeerhof, dass mindestens ein Kilogramm Erdbeeren pro Erwachsenem bezahlt werden müssten. Kinder könnten weiterhin naschen. Andere Höfe führten hingegen ein Eintrittsgeld von bis zu fünf Euro ein.
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