Vom Frontsprühbalken bis zum „lebendigen Pflaster“ aus Goldfliegenlarven hat der Kreativpreis des Landes Sachsen-Anhalt schon so manche Idee aus den Menschen herausholen können. Der Bestform Award hat so in den letzten Jahren unter Beweis gestellt, wie kreativ Sachsen-Anhalt sein kann. Nun startet der Preis in die nächste Runde.
Wirtschaftsstaatssekretärin Stefanie Pötzsch gab am Mittwoch bei der Magdeburger Urwahn Engineering GmbH offiziell den Startschuss für den Bestform Award 2027. Bis zum 13. November können Unternehmen, Gründer, Kreative, Studenten, Forscher sowie Institutionen ihre Projekte, Produkte, Konzepte und Dienstleistungen einreichen.
Kreativ seit 2013
Der Wettbewerb wird seit 2013 alle zwei Jahre vergeben und richtet sich vor allem an Menschen, die mit kreativen und innovativen Ansätzen neue Lösungen entwickeln. Dabei geht es nicht nur um klassische Kultur- oder Designprojekte, sondern mehr um Ideen, die auch einen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen oder technologischen Mehrwert schaffen. Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt, wird der Landeswettbewerb von der Investitions- und Marketinggesellschaft (IMG) koordiniert und organisiert.
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„Kreative Ideen sind ein entscheidender Motor für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung“, betonte Staatssekretärin Pötzsch zum Wettbewerbsauftakt. Der Preis mache sichtbar, wie viel Erfindergeist und Zukunftskompetenz im Land vorhanden seien.
Vergeben wird der Preis erneut in den beiden Kategorien „PRODUCT“ und „CONCEPT“. Während in der Kategorie „PRODUCT“ marktreife Produkte, Dienstleistungen oder Strategien ausgezeichnet werden, stehen bei „CONCEPT“ visionäre Ideen und Projekte im Mittelpunkt, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden. Die Erstplatzierten erhalten jeweils 10.000 Euro Preisgeld.
Frontsprühbalken und Wunderpflaster
Wie breit das Spektrum der Bewerbungen sein kann, zeigte die vergangene Wettbewerbsrunde. In der Kategorie „PRODUCT“ gewann das Unternehmen Olschak Stahl + Design aus Aschersleben mit einem nachrüstbaren Frontsprühbalken für Feuerwehrfahrzeuge. Die Technik ermöglicht einen gezielten und ressourcenschonenden Einsatz bei Flächenbränden, Ölspuren oder zum Schutz von Einsatzkräften.
In der Kategorie „CONCEPT“ überzeugten die Burg-Studenten Carla Wirths und Max Koch mit ihrem Projekt „Sip Bag“. Dabei handelt es sich um eine lebende Wundauflage, die auf den heilenden Eigenschaften von Goldfliegenlarven basiert und zur Behandlung chronischer Wunden eingesetzt werden soll.
Ein neuer Schwerpunkt im Jahr 2027
Auch für die neue Wettbewerbsrunde hat die Jury bereits Schwerpunkte benannt. Neben kreativen Produkten und Dienstleistungen sollen Themen wie die interdisziplinäre Zusammenarbeit, der Umgang mit dem demografischen Wandel sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz stärker berücksichtigt werden.
Die Organisatoren hoffen erneut auf eine große Resonanz. Bereits 2025 verzeichnete der Wettbewerb mit mehr als 100 Einreichungen einen Teilnahmerekord. Bewerbungen sind ab sofort online möglich. Die Preisverleihung des Bestform Award 2027 ist für den 26. Mai kommenden Jahres geplant.
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