NEUKÖLLN. Sie kennen sich aus in den Themen Erziehung, Aufklärung und Bildung, sie sprechen arabisch und türkisch und geben ihr Wissen weiter an Familien, in denen arabisch und türkisch gesprochen wird. Die Stadtteilmütter sind das Vorzeigeprojekt Neuköllns, "das erfolgreichste, was ich in Berlin gesehen habe", sagt Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD). Den Stadtteilmüttern gelingt, woran deutsche Sozialarbeiter und Behörden bisher oft scheitern. Drei Viertel aller besuchten Familien schicken ihre Kinder jetzt in Kindergärten.20 Stadtteilmütter sind bereits im Quartiersmanagementgebiet Schillerpromenade tätig, 74 weitere türkische und arabische Frauen unterzeichnen heute einen Kooperationsvertrag mit dem Bezirksamt. Die neuen Stadtteilmütter qualifizieren sich sechs Monate lang und besuchen anschließend einmal im Monat Familien, die Hilfe brauchen, wenn es um Kindergarten, Schule, Ausbildung geht oder um Arztbesuche und gesunde Ernährung. Eingesetzt werden die Stadtteilmütter in den neun Quartiersmanagementgebieten. Das Modellprojekt läuft zunächst bis 2008. Die Kosten in Höhe von zwei Millionen Euro finanzieren die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, das Bezirksamt Neukölln und das Jobcenter. (str.)
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