Eine Fahrt ohne gültigen Fahrschein in einem Regionalzug hat für einen 35-jährigen Libyer mit der Einlieferung in die Justizvollzugsanstalt Tonna im Landkreis Gotha geendet. Hintergrund war ein offener Haftbefehl der bayerischen Justiz, auf den die Bundespolizei bei der Identitätsfeststellung am Erfurter Hauptbahnhof stieß.
Nach Angaben der Bundespolizei hatte der Mann die kurze Strecke vom Bahnhof Stotternheim bis Erfurt genutzt. Bei der Kontrolle durch die Zugbegleiterin konnte er weder ein Ticket noch ein Ausweisdokument vorlegen. Die Mitarbeiterin informierte daraufhin die Bundespolizei, deren Einsatzkräfte den Reisenden bei der Ankunft am Hauptbahnhof in Empfang nahmen.
Offener Haftbefehl wegen Hausfriedensbruchs
Nachdem der 35-Jährige schließlich ein Dokument vorlegte, überprüften die Beamten seine Identität in den polizeilichen Datenbanken. Dabei stellte sich heraus, dass die bayerische Justiz den Mann wegen Hausfriedensbruchs zu einer Geldstrafe von 1500 Euro verurteilt hatte. Die Summe hatte er bislang nicht beglichen und konnte sie auch vor Ort nicht aufbringen.
Eine Streife brachte den Festgenommenen in die Justizvollzugsanstalt Tonna im Landkreis Gotha, wo er nun eine Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen verbüßen muss. Zusätzlich leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen Erschleichens von Leistungen aufgrund der Fahrt ohne Fahrschein ein.
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