Streik

Erst 2400 erwartet, dann 3400 auf der Straße: Schulstreik gegen Wehrpflicht in Berlin eskaliert

Auf dem Dach der Schillerbibliothek brannte Pyrotechnik. 16 Menschen wurden festgenommen.

2 Min
Eine Hundertschaft der Berliner Polizei begleitet Menschen beim Schulstreik gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht.

Eine Hundertschaft der Berliner Polizei begleitet Menschen beim Schulstreik gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht.

© Sven Kaeuler/dpa

Vom Leopoldplatz in Wedding aus zog Pyrotechnik-Rauch bis auf das Dach der Schillerbibliothek: Bei einer Demonstration gegen die Wehrpflicht in Berlin sind am Freitag 16 Menschen vorübergehend festgenommen worden. Die Polizei nahm zudem elf Strafanzeigen auf – unter anderem wegen Beleidigung, Sachbeschädigung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen.

Ursprünglich war die Polizei von einem friedlichen Verlauf mit rund 2400 Teilnehmenden ausgegangen. Später korrigierte sie die Zahl auf etwa 3400 und meldete Festnahmen, Strafanzeigen und Zwischenfälle. Mehrere Menschen zündeten demnach auf dem Dach der Schillerbibliothek Pyrotechnik und brachten ein Plakat an, während es in der Versammlung zu Sprechchören mit „strafrechtlich relevantem Inhalt“ kam.

Der Schulstreik unter dem Motto „Krieg und Krise frisst dein Leben“ dauerte von etwa 11 bis 16.30 Uhr auf dem Leopoldplatz. Rund 200 Polizistinnen und Polizisten waren im Einsatz, die vorübergehend Festgenommenen wurden nach Abschluss der Maßnahmen wieder entlassen. (mit dpa)

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