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Erst 27 Grad, jetzt Frost: Ab heute hat uns der Winter im Griff

Wetter Deutschland: Nach 27 Grad im Oktober Frost bis minus 3 Grad und Nebel. DWD-Prognose für die Woche, Frostwarnung bis 8 Uhr, Trend für November.

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Erst Schnee in den Bergen, jetzt Frost im ganzen Süden: Wanderer im Schneetreiben am 24. Oktober bei Oberstdorf in den Allgäuer Alpen. (Symbolbild)

Erst Schnee in den Bergen, jetzt Frost im ganzen Süden: Wanderer im Schneetreiben am 24. Oktober bei Oberstdorf in den Allgäuer Alpen. (Symbolbild)

© Jan Eifert/imago

Südöstlich einer Linie vom Rheinland bis an die Ostsee beginnt die Woche mit Frost bis minus 3 Grad und dichtem Nebel, der die Sicht gebietsweise unter 150 Meter drückt. Der Deutsche Wetterdienst hat von Thüringen bis Baden-Württemberg amtliche Frostwarnungen bis 8 Uhr ausgegeben.

Ab Mittwoch dreht der Wind auf Ost, und nachts bleibt es bis zum Wochenende immer wieder frostig.

Frost bis 8 Uhr: Darauf müssen sich Pendler heute einstellen

Am kältesten ist es in Baden-Württemberg und Bayern, dort sinken die Werte vielerorts auf minus 3 bis 0 Grad. Amtliche Frostwarnungen der Stufe 1 gelten von Mitternacht bis 8 Uhr unter anderem in Teilen Thüringens, im Enzkreis und in Berlin, wo der DWD minus 1 Grad erwartet.

In Baden-Württemberg kann vereinzelt Nässe überfrieren, besonders auf Brücken. Dazu kommt der Nebel in der Mitte und im Süden, entlang der Donau und in Oberschwaben hält er sich bis in den Tag.

Auf den Gipfeln des Hochschwarzwaldes erreichen Böen aus Ost 60 bis 75 km/h. Auf den Ostfriesischen Inseln frischt der Nordwind mit Böen um 55 km/h auf und bleibt bis in die Nacht zum Dienstag.

Eine Unwetterwarnung liegt nicht vor. Welche Warnung für den eigenen Landkreis gilt, zeigen die Warnkarte des DWD und die WarnWetter-App.

Wind dreht auf Ost: Bis Donnerstag jede Nacht Frostgefahr

Tagsüber kommen die Temperaturen laut 10-Tage-Vorhersage des DWD heute nur auf 4 bis 12 Grad. Am mildesten wird es an der Nordsee mit 11 bis 13 Grad, im Alpennebel bleibt es laut wetter.com bei 4 bis 6 Grad.

In der Nacht zum Dienstag fallen die Tiefstwerte auf 8 bis minus 2 Grad. Der Dienstag bleibt nach Nebel und Hochnebel vielerorts trüb, mit 5 bis 12 Grad und regional etwas Sprühregen.

Kalt macht diese Woche nicht der Schnee, sondern der Nebel: Wo er liegen bleibt, kommt das Thermometer an der Donau kaum über 5 Grad.

Am Mittwoch setzt sich mäßiger Ostwind durch, im Bergland und an den Küsten böig. Im Norden und Osten hängt teils dichter Hochnebel, im Westen scheint die Sonne. Auch die Nacht zum Donnerstag bringt bis minus 2 Grad.

23,5 Grad Absturz: Vor einem Monat war noch Sommer

Am 1. Oktober meldete Mehringen in Sachsen-Anhalt 27,5 Grad, meteorologisch ein Sommertag und der Spitzenwert des Monats laut DWD-Bilanz. Heute schafft es das Alpenvorland im Nebel auf 4 Grad, ein Absturz um 23,5 Grad in gut vier Wochen.

Noch Ende Oktober zeigte das Thermometer am Oberrhein bis zu 21 Grad. Seit Halloween friert es nachts im Süden immer wieder.

Die tiefste Temperatur des Oktobers lag bei minus 3,1 Grad, gemessen am 20. Oktober in Dippoldiswalde-Reinberg im Erzgebirge. Werte in dieser Größenordnung erwartet der DWD in dieser Nacht nun vielerorts in der Südhälfte.

Zu warm, zu nass: Was der Oktober dem Winter hinterlässt

Mit 10,6 Grad war der Oktober 1,2 Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Mit rund 76 Litern pro Quadratmeter fiel zudem etwa ein Fünftel mehr Regen als üblich.

Verteilt war er extrem ungleich: Schleswig-Holstein kam auf 129 Liter, Berlin mit 31 Litern auf den niedrigsten Wert aller Bundesländer.

Die Frostwoche ist damit ein Ausreißer gegen den Trend. Für November bis Januar sieht die Jahreszeitenvorhersage des DWD mit 66 Prozent Wahrscheinlichkeit wärmere Verhältnisse als im Mittel, für Dezember bis Februar mit 65 Prozent. Ein milder Winter im Mittel schließt Kälteschübe allerdings nicht aus. Gerade der Rekord-El-Niño kann ab Januar Schnee bis ins Flachland begünstigen.

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Schnee am 13. November? Hier streiten die Wettermodelle

Ab Donnerstag wird es nach Nebelauflösung oft freundlich und trocken. Für das Wochenende vom 7. bis 9. November erwartet der DWD 5 bis 10 Grad und nachts häufig leichten Frost.

Danach gehen die Modelle auseinander, weil der Polarwirbel laut wetterprognose-wettervorhersage.de geschwächt ist. Entscheidend ist, wohin das Hoch wandert.

Im europäischen Modell bleibt es bis etwa Mitte November über Mitteleuropa, mit trockenem und nebligem Herbstwetter. Diese Variante stützt auch die Mehrheit der Kontrollläufe, das Portal hält sie für wahrscheinlicher.

Das amerikanische Modell schiebt das Hoch dagegen Richtung Island und Grönland und lässt Polarluft nach Süden fließen. Für den 13. November rechnet es im Süden oberhalb von 300 bis 500 Metern mit 1 bis 15 Zentimetern Neuschnee.

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