Wetter

Erst Sturmböen, dann 37 Grad: Das kommt am Montag auf Berlin zu

Wetter Berlin: Der DWD erwartet am Montag Gewitter in Südbrandenburg, Sturmböen bis 90 km/h und Windböen in der Hauptstadt.

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Gewitterwolke über einem Wohngebiet: Am Montagnachmittag erwartet der DWD in der Südhälfte Brandenburgs Gewitter mit Sturmböen bis 90 km/h. (Symbolbild)

Gewitterwolke über einem Wohngebiet: Am Montagnachmittag erwartet der DWD in der Südhälfte Brandenburgs Gewitter mit Sturmböen bis 90 km/h. (Symbolbild)

© Imago/Thomas Trutschel

Die große Gewitternacht fällt für Berlin aus. Im Warnlagebericht für Brandenburg und Berlin, den die Regionale Wetterberatung Ost am Sonntagabend um 20.30 Uhr ausgegeben hat, steht für die Nacht zum Montag nur eine „sehr geringe Gewitterneigung“ – und die auch bloß südlich der Stadt.

Wer am Sonntag noch draußen saß, hatte 29 Grad, wolkenlos, kaum Wind. Die Zahl stammt von der Berliner DWD-Station, Messung 20 Uhr.

Interessant wird erst der Montagnachmittag.

DWD-Warnung: Gewitter am Montag in der Südhälfte Brandenburgs

Ein Tiefausläufer überquert die Region am Montag von Norden nach Süden. Am Nachmittag und Abend sind laut DWD in der Südhälfte Brandenburgs Gewitter möglich, also etwa in der Niederlausitz, im Elbe-Elster-Land und im Raum Cottbus.

Dabei erwartet der Wetterdienst Starkregen um 15 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, kleinkörnigen Hagel und Sturmböen zwischen 70 und 80 Kilometern pro Stunde. Lokal schließt er schwere Sturmböen um 90 km/h nicht aus.

Der bundesweite Warnlagebericht zieht diese Linie weiter nach Westen: von Rheinland-Pfalz und dem Saarland ostnordostwärts bis nach Sachsen und Südbrandenburg. Berlin liegt nördlich davon.

Berlin: mehr Wind als Gewitter

Für die Hauptstadt bleibt am Montag vor allem der Wind. Er frischt auch abseits der Gewitter auf, dreht auf Nordwest und bringt lokal Böen bis 60 km/h. Am Abend schwächt er wieder ab.

Sonnenschirme, Pavillons und leere Balkonmöbel sollte man trotzdem sichern. 60 km/h reichen, um einen Marktschirm umzulegen.

Am Vormittag ist im Norden und Nordosten Deutschlands zusätzlich mit einzelnen Gewittern zu rechnen, die steife bis stürmische Böen mitbringen können. Für Berlin führt der DWD das nicht als eigene Warnlage.

Wo die Zahlen auseinandergehen

Die 31 Grad für Berlin am Montag und die 37 Grad zum Ende der Woche stammen von Meteorologe Dominik Jung von wetter.net, zitiert vom Berliner Kurier. „Die Wüste rückt näher“, sagt er dort über die kommenden Tage.

Die amtliche Wochenvorhersage des DWD klingt zurückhaltender. Sie beschreibt für die zweite Wochenhälfte eine von Südwesten her zunehmende Wärmebelastung und für Freitag und Samstag eine Hitze, die sich vor allem im Süden ausweitet. Spitzenwerte für Berlin nennt der Bericht nicht.

Beides lässt sich vereinbaren: Der DWD warnt regional und konservativ, private Wetterdienste rechnen einzelne Modellläufe weiter nach vorn. Sicher ist am Sonntagabend nur die Richtung – ab Wochenmitte wird es in Berlin wieder deutlich heißer.

Und danach? Kein Regen in Sicht

Nach dem Montag bleibt es trocken. Für die zweite Augustwoche erwartet der DWD in seiner Bilanz zur Trockenheit überwiegend niederschlagsfreies Wetter; flächendeckender Regen deutet sich weiterhin nicht an.

Das hydrologische Jahr gehört bereits jetzt zu den drei trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen 1882. Für Berlin und Brandenburg ist die Lage laut DWD weniger angespannt als im Süden Deutschlands – ein Trost mit kurzer Haltbarkeit, wenn die nächste Hitzewelle anläuft.

Aktuelle Warnungen für den eigenen Bezirk oder Landkreis stehen auf der Warnseite des DWD und werden mehrmals täglich aktualisiert.

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