Est.-Magazin

Der Blick hinter die Kulissen: So entstand unsere neue Lifestyle-Beilage Est.

Am 18./19. September 2026 liegt der Berliner Zeitung und der Ostdeutschen Allgemeinen erstmals unsere Stilbeilage bei: Est. Ein Blick hinter den Kulissen.

5 Min
Est. Behind the Scenes: Mit sieben Models und zahlreichen roten Papp-Punkten im Wald: Surrealer wird’s nicht.

Est. Behind the Scenes: Mit sieben Models und zahlreichen roten Papp-Punkten im Wald: Surrealer wird’s nicht.

© Barbara Russ

Seit etwas mehr als neun Monaten arbeiten wir daran, Est. in die Welt zu bringen. Die naheliegende Parallele zu einer Schwangerschaft erspare ich Ihnen – und mir – an dieser Stelle. Nur so viel sei gesagt: Dieses Heft an die Kioske und in die Briefkästen zu bringen, war eine anspruchsvolle, nervenaufreibende, vor allem aber freudvolle Geburt. Und daran beteiligt waren deutlich mehr als zwei Menschen.

Am Anfang standen einige Fragen, die einfach klingen, es aber in sich hatten. Was soll Est. sein? Eine klassische Modebeilage? Ein Magazin über schöne Dinge? Schnell war klar: Wir wollten mehr. Est. soll Lust auf Entdeckungen machen – auf neue Perspektiven, ungewöhnliche Orte, kluge Ideen und Produkte mit Geschichte aus der riesigen Region, die sich östlich Berlins erstreckt.

Den Namen Est. haben wir bewusst vieldeutig gewählt. Als sprachliche Brücke zwischen West und Ost verweist er zunächst auf den Osten – auf die Regionen, Perspektiven und Geschichten, denen sich das Supplement widmet. Zugleich bedeutet est in vielen europäischen Sprachen „ist“: ein selbstbewusstes Bekenntnis zur Gegenwart und zu einer Region, die von einer hohen Dynamik und von Gestaltungswillen geprägt ist. Die Abkürzung Est. steht darüber hinaus für established – für gewachsene Qualität, kulturelle Substanz und Menschen, die ihre eigenen Maßstäbe setzen.

Est. Behind the Scenes: Der Raum, in dem alles zusammenläuft. Der Meeting-Room „Yellow“ der Berliner Zeitung wurde zum Est.-Headoffice umfunktioniert.

Est. Behind the Scenes: Der Raum, in dem alles zusammenläuft. Der Meeting-Room „Yellow“ der Berliner Zeitung wurde zum Est.-Headoffice umfunktioniert.

© Uroš Pajović/EST.

Dann begann die eigentliche Arbeit. Themen mussten entwickelt, Geschichten recherchiert, Gesprächspartner gefunden und Termine koordiniert werden. Autoren machten sich auf den Weg, führten Interviews, besuchten Ateliers, Restaurants, Werkstätten und Hotels. Fotografen suchten nach dem richtigen Licht, nach ungewöhnlichen Blickwinkeln und nach Bildern, die über den Moment hinaus etwas erzählen. Es wurde gekocht, probiert, zusammengesammelt, gemailt und telefoniert.

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Parallel dazu wurde diskutiert, verworfen und neu gedacht. Welche Themen gehören in die erste Ausgabe? Welche Bildsprache passt zu Est.? Wie soll das Heft aussehen, wie soll es sich anfühlen? Welche Schrift, welche Farben, welches Papier vermitteln genau den Charakter, den wir uns für unser erstes Lifestyle-Supplement wünschen?

Von der ersten Idee bis zum druckfrischen Heft

Die erste Ausgabe von Est. führte uns nach Osteuropa: nach Vilnius und Tallinn, wo sich Tradition und zeitgenössischer Geschmack verbinden, nach Sofia, wo Kreative und Unternehmer an der Zukunft ihrer Stadt arbeiten, und nach Chișinău – eine Hauptstadt, die es zu entdecken gilt.

Est. geht in den Druck: Die ersten Druckbögen, frisch aus der Druckerpresse, sorgen für Begeisterung beim Team. Manchen sieht man das auch an.

Est. geht in den Druck: Die ersten Druckbögen, frisch aus der Druckerpresse, sorgen für Begeisterung beim Team. Manchen sieht man das auch an.

© Fam-Miryam Viehmeyer für EST.

Spieglein. Spieglein: Ziemlich knifflig war dieses Bild zu koordinieren. Haare, Spiegel, Geweih und dann noch atmen war eine Herausforderung für unsere Models, die alles gaben.

Spieglein. Spieglein: Ziemlich knifflig war dieses Bild zu koordinieren. Haare, Spiegel, Geweih und dann noch atmen war eine Herausforderung für unsere Models, die alles gaben.

© Uroš Pajović/EST.

Einige dieser Momente sehen Sie hier: von unserer großen Mode-Fotoproduktion in Bratislava, die auf einem Sportplatz, in einer Reithalle und in einem See entstand. Das Bild mit der Türe im Wasser, durch das unsere Models in eine Märchenwelt zu treten scheinen, hat es schlussendlich nicht ins Heft geschafft. Dafür gab es andere, spontane und ungeplante Aufnahmen, die den perfekten Moment einfingen und hinzukamen.

Est. Behind the Scenes: Den Komponisten Martin Kohlstedt traf unser Fotograf im Thüringer Wald, wo der Musiker im Jahr 2019 mehrere Hektar Land erworben hat, um sie nachhaltig zu bepflanzen. Unsere Autorin Meike Peters kochte mit ihm in ihrer Küche in Berlin Kohlrouladen.

Est. Behind the Scenes: Den Komponisten Martin Kohlstedt traf unser Fotograf im Thüringer Wald, wo der Musiker im Jahr 2019 mehrere Hektar Land erworben hat, um sie nachhaltig zu bepflanzen. Unsere Autorin Meike Peters kochte mit ihm in ihrer Küche in Berlin Kohlrouladen.

© Nils Boeddingmeier

Nicht jede Idee schafft es bis auf die gedruckte Seite. Manche Geschichten brauchen noch Zeit, andere werden in letzter Minute umgeworfen, verschoben, verändert.

Kurzum, es lief nicht immer alles problemlos. Deadlines haben die unangenehme Eigenschaft, sich nicht verschieben zu lassen. Bilder kommen manchmal später als geplant, Texte wachsen über ihre vorgesehenen Seiten hinaus, und bei der letzten Korrektur findet sich garantiert noch ein Komma, das dringend seinen Platz wechseln sollte. Aber genau darin liegt auch der Reiz: Ein Heft entsteht nicht trotz dieser Herausforderungen, sondern durch sie.

Est. Behind the Scenes: bei der Fotoproduktion am Rande von Bratislava

Est. Behind the Scenes: bei der Fotoproduktion am Rande von Bratislava

© Uroš Pajović/EST.

Und plötzlich ist er da, dieser Moment: Rien ne va plus. Die Seiten sind freigegeben, die Daten gehen in die Druckerei. Aus Dateien werden Druckbögen, aus Entwürfen ein echtes Heft. Frisch und warm kommen die Bögen aus der Maschine, werden gefalzt, geheftet und für den Versand vorbereitet.

Am 18. und 19. September 2026 liegt Est. nun erstmals der Berliner Zeitung am Wochenende und der Ostdeutschen Allgemeinen bei. Für uns ist das auch schon der Startschuss fürs nächste Heft. Denn hinter den Kulissen wird längst weitergedacht: an Geschichten, Bildern und Gesprächen für die nächste Ausgabe, die im Dezember erscheint.

Est. Behind the Scenes: kurze Trinkpause für den Fotografen Michal Pudelka und sein Team bei unserer Mode-Fotoproduktion zwischen den Aufnahmen

Est. Behind the Scenes: kurze Trinkpause für den Fotografen Michal Pudelka und sein Team bei unserer Mode-Fotoproduktion zwischen den Aufnahmen

© Uroš Pajović/EST.

Est. Behind the Scenes: Make-Up-Artist Katarína Kmecová legt bei unserem Cover-Modell Jana noch einmal Hand an.

Est. Behind the Scenes: Make-Up-Artist Katarína Kmecová legt bei unserem Cover-Modell Jana noch einmal Hand an.

© Uroš Pajović/EST.

Est. Behind the Scenes: in Ballrobe auf dem Sport- und Spielplatz. Das sieht man auch in Bratislava nicht alle Tage.

Est. Behind the Scenes: in Ballrobe auf dem Sport- und Spielplatz. Das sieht man auch in Bratislava nicht alle Tage.

© Uroš Pajović/EST.

Est. Behind the Scenes: Print-Superheld Götz Fahlke achtet penibel darauf, dass alle Farben stimmen, bevor das PDF zur Druckerei geschickt wird.

Est. Behind the Scenes: Print-Superheld Götz Fahlke achtet penibel darauf, dass alle Farben stimmen, bevor das PDF zur Druckerei geschickt wird.

© Uroš Pajović/EST.

Est. Behind the Scenes in der Druckerei in Marienfelde: Die Druckbögen kommen noch druckfrisch und warm aus der Maschine und werden anschließend gefalzt, geheftet und unseren Zeitungen beigelegt.

Est. Behind the Scenes in der Druckerei in Marienfelde: Die Druckbögen kommen noch druckfrisch und warm aus der Maschine und werden anschließend gefalzt, geheftet und unseren Zeitungen beigelegt.

© Uroš Pajović/EST.

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