Luftfahrt

EU-Behörde verlängert Warnung vor Nahost-Flügen: Diese Länder sind betroffen

Trotz Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran bleibt die Lage für den zivilen Luftverkehr unsicher. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit weitet ihre Warnung aus.

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Flugzeuge auf dem Flughafen Ben Gurion International Airport in Tel Aviv. Auch der israelische Luftraum sollte laut einer offiziellen Warnung gemieden werden.

Flugzeuge auf dem Flughafen Ben Gurion International Airport in Tel Aviv. Auch der israelische Luftraum sollte laut einer offiziellen Warnung gemieden werden.

© Nir Alon/ZUMA Wire/dpa

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat ihre Warnung an Fluggesellschaften, weite Teile des Luftraums über dem Nahen Osten und der Golfregion zu meiden, bis zum 1. Mai 2026 verlängert. Das geht aus einem am Freitag aktualisierten Sicherheitshinweis der Behörde hervor. Hintergrund ist der andauernde Krieg in der Region.

Betroffen sind nach Angaben der EASA die Lufträume von Bahrain, Iran, Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Teilen Saudi-Arabiens. Die EU-Behörde verweist auf „Risiken für die zivile Luftfahrt“ infolge der anhaltenden Spannungen in der Region.

Die am 8. April 2026 verkündete vorübergehende Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran sei zwar verlängert worden, deren Umsetzung bleibe jedoch ungewiss, erklärte die EASA. Eine weitere Beobachtung sei nötig, um zu beurteilen, ob daraus eine dauerhafte Verringerung der Risiken für den zivilen Luftverkehr folge.

Die Behörde empfiehlt Fluggesellschaften, den betroffenen Luftraum auf allen Flughöhen zu meiden. Eine Ausnahme gilt für Bereiche südlich definierter Wegpunkte über Saudi-Arabien und Oman, wo Flüge oberhalb von Flugfläche 320 (rund 9750 Metern) zulässig bleiben.

Betroffener Luftraum anfällig für Verwechslungen

Hintergrund der Warnung sind die Militärschläge der USA und Israels gegen Ziele im Iran seit dem 28. Februar 2026 sowie die anschließenden iranischen Vergeltungsangriffe. Nach Darstellung der EASA richteten sich diese vor allem gegen den Osten Saudi-Arabiens, während im Luftraum Omans eine vergleichsweise begrenzte militärische Aktivität in niedrigen und mittleren Flughöhen verzeichnet wurde.

Als Begründung für die Warnung führt die EASA an, dass der gesamte betroffene Luftraum durch den Einsatz von Luftabwehrsystemen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen sowie durch Abfangmanöver anfällig sei für Übergriffe, Verwechslungen, Fehleinschätzungen und fehlgeschlagene Abfangverfahren.

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Das aktualisierte Bulletin ersetzt mehrere frühere Hinweise, darunter Warnungen zum Luftraum des Iran, des Libanon und des Irak. Bestehen bleiben gesonderte Empfehlungen, den Luftraum Syriens und der Flight Information Region Sanaa im Jemen vollständig zu meiden.

Wie das israelische Nachrichtenportal Times of Israel berichtet, haben die meisten großen europäischen Fluggesellschaften, darunter die Lufthansa Group, ihre Verbindungen nach Israel über April hinaus bis in den Mai ausgesetzt. US-Airlines haben ihre Rückkehr demnach bis September verschoben.

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