Der Flughafen Erfurt darf staatliche Beihilfen in Höhe von sechs Millionen Euro erhalten. Die EU-Kommission hat nun grünes Licht für die Finanzhilfe an Thüringens einzigem internationalen Flughafen gegeben.
Wie die EU-Kommission mitteilte, deckt der Airport seine Betriebskosten bislang mit jährlichen Zahlungen aus der Landeskasse. Dieser Zuschuss soll nach Angaben der Landesregierung mit wachsenden Passagierzahlen und einem größeren Streckenangebot schrittweise verringert werden. Ziel ist, dass der Flughafen seine Betriebskosten ab April 2027 vollständig selbst trägt.
In der Genehmigung der Kommission wird von rund 314.000 Passagieren ausgegangen. Zwischen 2015 und 2024 habe der Flughafen bereits Betriebsbeihilfen in Höhe von 11,6 Millionen Euro erhalten, heißt es in dem Dokument. Im Dezember 2025 habe Deutschland die Absicht gemeldet, bis April 2027 weitere Beihilfen zu gewähren. Die Flughafengesellschaft rechnet für das laufende Jahr mit bis zu 300.000 Passagieren. Mehrheitsgesellschafter ist das Land Thüringen.
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Folgen von Insolvenzen und Corona-Krise
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In den vergangenen Jahren hatten vor allem die Insolvenzen der Fluggesellschaften Air Berlin und Germania den Standort belastet. Beide hatten zahlreiche Verbindungen ab Erfurt angeboten. Hinzu kamen die Einschränkungen während der Corona-Krise. Seither steigen die Passagierzahlen nach Angaben der Flughafengesellschaft wieder kontinuierlich an.
Im aktuellen Sommerflugplan stehen vor allem Charterverbindungen auf die Baleareninsel Mallorca sowie ins türkische Antalya und ins ägyptische Hurghada. Ab September kommen nach Angaben der Flughafengesellschaft zudem Flüge zu den griechischen Inseln Rhodos und Kreta hinzu.
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