Sachsen-Anhalt

Chemie-Konzern Evonik schließt Standort in Bitterfeld – so viele Mitarbeiter sind betroffen

Das Chemieunternehmen Evonik plant den Standort in Bitterfeld im kommenden Jahr zu schließen. Darüber hinaus soll ein weiteres Werk geschlossen werden.

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Das Chemieunternehmen Evonik plant zwei Standorte in Deutschland zu schließen. Betroffen ist dabei auch die Produktion in Bitterfeld.

Das Chemieunternehmen Evonik plant zwei Standorte in Deutschland zu schließen. Betroffen ist dabei auch die Produktion in Bitterfeld.

© Federico Gambarini/dpa

Das drittgrößte deutsche Chemieunternehmen plant zwei „kleinere“ Standorte zu schließen. Darunter fällt auch die Produktion in Bitterfeld. Mit den rund 40 Mitarbeitern werden „sozialverträgliche Lösungen“ erarbeitet, teilte das Unternehmen mit.

Laut vorläufigen Plänen soll der Standort Bitterfeld Ende April geschlossen werden. Hintergrund dafür seien die anhaltend herausfordernden Marktbedingungen für hochreines Siliciumtetrachlorid, unter anderem durch ein steigendes Angebot aus Asien und einen zunehmenden Wettbewerbsdruck. Zugleich sei die Auslastung der Anlagen seit Längerem nicht ausreichend, um einen wirtschaftlichen Betrieb sicherzustellen. „Verschiedene Zukunftsoptionen wie alternative Betriebskonzepte, eine Reduzierung der Kapazitäten, eine vorübergehende Außerbetriebnahme sowie Verkaufsszenarien wurden geprüft. Sie waren allesamt nicht zielführend für eine langfristig tragfähige wirtschaftliche Perspektive“, so das Unternehmen.

Unternehmen Evonik plant Schließung in Bitterfeld

„Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Wir wissen um die Bedeutung des Standorts für unsere Beschäftigten und die Region. Zugleich sind wir verpflichtet, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit unseres Geschäfts sicherzustellen“, sagt Emmanuel Auer, Leiter der Business Line Smart Effects, zu der das Chlorsilane-Geschäft gehört. Die Versorgung der Kunden bleibe sichergestellt. Evonik gewährleiste die Belieferung vor allem über den Standort Rheinfelden in Süddeutschland.

Darüber hinaus plant der Konzern im kommenden Jahr einen weiteren Standort in Hamburg zu schließen. Die Aktionen für Kosmetik- und Pflegeprodukte würden gemeinsam mit dem technologischen „Know-how“ am weitaus größeren Standort Essen Goldschmidtstraße gebündelt und das Geschäft somit weitergeführt. Der Standort in Essen bilde heute schon einen Schwerpunkt der Business Line Care Solutions, zu der der Hamburger Standort gehöre. „Wie die gesamte chemische Industrie leidet auch dieser Bereich unter der schwachen globalen Wirtschaftsentwicklung und anhaltendem Margendruck im internationalen Wettbewerb“, teilt das Unternehmen mit.

„Uns ist bewusst, dass diese Entscheidung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Hamburg einen tiefgreifenden Einschnitt darstellt“, sagt Maximilian Morin, verantwortlich für die Business Line Care Solutions. „Der Beschluss wurde nach intensiver Prüfung verschiedener Handlungsoptionen getroffen und ist zur erfolgreichen Weiterentwicklung des Geschäftes die beste Lösung.“

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