Landtagswahl

Experte zum digitalen Wahlkampf in Sachsen-Anhalt: „Politik ist Kontaktsport“

Die AfD erreicht im Netz deutlich mehr Menschen als ihre Konkurrenz. Politologe Michael Kolkmann erklärt, warum Likes allein noch keine Wählerstimmen garantieren.

6 Min
Die Anti-AfD-Kampagne des Spiegel wurden in den sozialen Medien millionenfach geteilt und diskutiert.

Die Anti-AfD-Kampagne des Spiegel wurden in den sozialen Medien millionenfach geteilt und diskutiert.

© Bode/Imago

Es ist ein Kampf unter Ungleichen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2013 baut die AfD ihre Präsenz in den sozialen Medien systematisch aus. Mit Erfolg: Auf Plattformen wie X (ehemals Twitter), Tiktok, Instagram und Facebook folgen alleine dem Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, knapp 1,7 Millionen Accounts.

Ein Großteil der Nutzer kommt dabei aus anderen Teilen der Bundesrepublik. Die ehemaligen Volksparteien - so wirkt es - haben diese Entwicklung verschlafen. Siegmunds schärfster Konkurrent, CDU-Ministerpräsident Sven Schulze, erreicht mit seinen Profilen bislang nur rund 30.000 Abonnenten. 

Wie kam es zu diesem Ungleichgewicht? Und wie wirkt sich das auf den Wahlkampf aus? Darüber sprach diese Zeitung mit Michael Kolkmann. Er ist Politikwissenschaftler und Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

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