Prognose

Dürre im Sommer 2025 in Ostdeutschland erwartet: Das sind die Folgen

Wissenschaftler sagen einen extrem trockenen Sommer voraus. Welche Regionen besonders betroffen sind und welche Konsequenzen das hat.

Christian Gehrke Team News chg
2 Min
Eine Frau zeigt trockenen Ackerboden auf einem Feld in Sieversdorf in Brandenburg. Seit Wochen kein Regen, trockene Böden und gefährdete Ernten: Brandenburgs Landwirte fürchten erneut eine Dürre-Saison.

Eine Frau zeigt trockenen Ackerboden auf einem Feld in Sieversdorf in Brandenburg. Seit Wochen kein Regen, trockene Böden und gefährdete Ernten: Brandenburgs Landwirte fürchten erneut eine Dürre-Saison.

© Patrick Pleul/dpa

Klimaexperten halten eine Dürre im Sommer 2025 in Deutschland und Europa für wahrscheinlich. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) unter Berufung auf den Klimadienst Clim4Cast schreibt, ist der Boden im Moment vor allem in der Ukraine, Polen und Belarus besonders trocken. Doch auch in den Bundesländern Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt sowie Mecklenburg-Vorpommern weisen die Böden eine geringe Feuchte im Vergleich zu anderen Bundesländern auf. Wissenschaftler sprechen von einer Anomalie.„Die derzeitige Trockenheit ist eine Naturkatastrophe“, erklärte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) vor wenigen Tagen im NDR.

Forscher des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) sagen dazu: Ein extrem trockener Winter konnte die bereits ausgetrockneten Böden des letzten Sommers nicht regenerieren. „Die derzeit von extrem geringen Bodenfeuchtevorräten betroffenen Gebiete gehören zu den weltweit produktivsten Getreidestandorten. Sie werden deshalb auch als Kornkammer Europas bezeichnet. Eine mögliche schlechte Getreidesaison als Folge einer intensiven Dürre kann sich erheblich auf den globalen Getreidemarkt auswirken,“ erklärt Prof. Dr. Claas Nendel vom (ZALF).

Dürrejahr 2018 in Deutschland: Wird es im Jahr 2025 noch schlimmer?

Im März 2025 fiel in Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren durchschnittlich nur 21 Prozent des üblichen Regens. Er war der sechsttrockenste März seit 1881. Er war sogar trockener als der März im Jahr 2018, dem Dürrejahr in Deutschland. Bei weiter andauernder Trockenheit kann es stellenweise zu Verzögerungen beim Auflaufen der ausgesäten Sommerkulturen und zu Trockenstress bei den jungen Pflänzchen kommen.

Eine detailliertere Prognose kann der Deutsche Wetterdienst (DWD) noch nicht abgeben. Wörtlich heißt in Bezug auf Ostdeutschland dazu: „Bei der Bodenfeuchte geht der DWD im kommenden Sommer mit Schwerpunkt im Thüringer Becken, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Vorpommern und Nord-Sachsen von einer moderaten Wahrscheinlichkeit für trockenere Verhältnisse aus.“  Auf die Frage, was diese Entwicklung für die Landwirtschaft bedeutet, wird der DWD deutlicher: „Bleiben weiterhin die Niederschläge in weiten Teilen Deutschlands aus, sind Auswirkungen auf die Entwicklung der Kulturpflanzen zu erwarten.“

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