Petrik Sander ist seit einem Jahr Cheftrainer des 1. FC Magdeburg – und hat den Klub aus dem Abstiegskampf zurück in die Spitzengruppe geführt.
Dass es dazu kam, ist auch eine Berliner Geschichte: Torsten Mattuschka hatte den 65-Jährigen einst beinahe als Trainer zur VSG Altglienicke geholt. Mattuschka ist bei der VSG Sportlicher Leiter.
„Wir haben mal telefoniert“, erzählte Mattuschka im Podcast „Tusche und Terodde – Ein Ball für zwei“. Und Sander habe damals signalisiert, dass er sich ein Engagement beim Regionalligisten durchaus vorstellen könnte.
Sander, Mattuschka und ein Anruf, aus dem nichts wurde
Die Verbindung zwischen beiden besteht seit langem: Sander trainierte Mattuschka einst in Cottbus. Dennoch kam es in Berlin nicht zu einer Zusammenarbeit.
„Trotz Sander-Interesse entschieden wir uns dann doch für was anderes“, sagte Mattuschka im Podcast. Wann genau das Gespräch stattfand, ließ er offen. Es sei „schon ein paar Jahre her“.
Die VSG Altglienicke suchte in den vergangenen Jahren mehrfach einen Cheftrainer. Der Verein aus Berlins Südosten will seit Jahren in die 3. Liga aufsteigen.
Sander war aus dem Profifußball verschwunden
Für Sander hätte ein Wechsel nach Altglienicke gut gepasst. Der Trainer, der 2006 mit Energie Cottbus in die Bundesliga aufstieg, arbeitete zuletzt weitab vom Rampenlicht: Seit 2020 war er beim 1. FC Magdeburg tätig, betreute zunächst die U19 und später die U23.
Seine Rückkehr in den Profibereich begann als Notsituation. Nach nur acht Spieltagen trennte sich Magdeburg im Oktober 2025 von Markus Fiedler. Sander und Co-Trainer Pascal Ibold übernahmen die Mannschaft interimsweise, als sie mit drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz stand. Anfang November 2025 machte der FCM aus der Übergangslösung eine feste Lösung.
1. FC Magdeburg statt VSG Altglienicke
Was in Berlin nichts wurde, entwickelte sich in Magdeburg zu einer Erfolgsgeschichte. Sander und Ibold führten den FCM in der Saison 2025/26 zum Klassenerhalt; am letzten Spieltag stand der Klub auf Rang 14. Anschließend verlängerten beide ihre Verträge.
In der laufenden Saison spielt Magdeburg wieder oben mit. Nach dem 3:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern im September sprang die Mannschaft zwischenzeitlich auf Platz drei der 2. Bundesliga; aktuell liegt sie im oberen Drittel.
Mattuschka verfolgt diese Entwicklung aus Berlin mit Freude. „Mich freut das extrem, dass er wieder im großen Fußball ist – und dann noch Erfolg hat“, sagte er. Sander habe in einer schwierigen Situation übernommen und die Sache gemeinsam mit Ibold gedreht.
Altglienicke entschied sich anders
Bei der VSG ging der Weg inzwischen in eine andere Richtung. Nach der Trennung von Ersan Parlatan im März machte der Verein Dan Twardzik zum Cheftrainer; im Juni 2026 machte Mattuschka ihn zur Dauerlösung.
Und Sander führte den FCM innerhalb eines Jahres vom Tabellenletzten in die Spitzengruppe der 2. Bundesliga.
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