POTSDAM. An der Glienicker Brücke in Potsdam dauerte es vor 20 Jahren einige Stunden länger, bis die Grenze nach West-Berlin geöffnet wurde. Erst am 10. November, einen Tag nach der Maueröffnung in Berlin, hoben sich auch hier die Schlagbäume.Das Jubiläum wird heute Abend direkt auf der Brücke mit einem Bürgerfest gefeiert. Das Fest wolle die glücklichen Stunden der Brückenöffnung wieder ins Gedächtnis rufen, kündigte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) an. Der Regierungschef allerdings wird nicht teilnehmen. Wie die Staatskanzlei gestern Abend mitteilte, hat Platzeck eine fiebrige Bronchitis. Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD) wird nun das Fest eröffnen.Ab 18.30 Uhr wird die Brücke in eine begehbare Bühne verwandelt. Tausende Gäste werden erwartet. Das Bürgerfest wird vom Land Brandenburg und der Stadt Potsdam organisiert. Die Glienicker Brücke, die Potsdam und Berlin über die Havel hinweg verbindet, erlangte durch spektakuläre Agentenaustausche während der Zeit des kalten Krieges Weltruhm und wurde so auch zum Symbol der Ost-West-Teilung.Höhepunkt der Veranstaltung ist ab 20 Uhr eine audiovisuelle Performance, bei der die wechselvolle Geschichte der Brücke mit einer Filmshow vorgestellt wird. Das Bürgerfest endet gegen 21 Uhr mit einem Feuerwerk. Wegen des Festes kommt es zu Verkehrseinschränkungen. Bis 16 Uhr ist die Brücke heute nur einseitig befahrbar, danach wird sie bis Mitternacht vollständig gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert. (BLZ)------------------------------Foto (2): Die Glienicker Brücke: Bis zum 10. November 1989 für Zivilisten gesperrt. Jetzt rollt hier der Verkehr von und nach Berlin.
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