In Tel Aviv ist am Dienstag während der Parlamentswahl ein Mann mit einem Messer in der Nähe des Oppositionspolitikers Yair Golan festgenommen worden. Wie die Jerusalem Post unter Berufung auf die Polizei berichtet, hielten Sicherheitskräfte den Mann aus Jerusalem im HaMesila-Park an. Unter seinem Mantel hatten sie einen verdächtigen Gegenstand bemerkt. Bei der Kontrolle fanden sie ein Messer. Der zwischen 20 und 29 Jahre alte Mann wurde zur Vernehmung auf eine Polizeiwache gebracht.
Golans Partei Die Demokraten erklärte, der Mann habe sich ihrem Vorsitzenden bedrohlich genähert. Die Polizei widersprach ausdrücklich Berichten über einen versuchten Messerangriff.
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Golan war in dem Park unterwegs, um Wähler zur Stimmabgabe aufzurufen. Nach dem Vorfall machte er Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für politische Hetze verantwortlich. Die Polizei hatte die Gefährdungsstufe für Golan zuvor auf Stufe vier von insgesamt sechs angehoben. Am Sonntag hatte der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet angekündigt, künftig für den Schutz Golans zu sorgen.
Rekordbeteiligung bei der Parlamentswahl
Bei der Parlamentswahl wurde bis zum frühen Nachmittag eine Rekordbeteiligung verzeichnet. Bis 14 Uhr Ortszeit hatten 3,29 Millionen Menschen ihre Stimme abgegeben, das entsprach 44,9 Prozent der Wahlberechtigten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP war dies der höchste Wert für diesen Zeitpunkt seit Beginn der Erhebungen 1973.
Israel wählt erstmals seit dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023 ein neues Parlament. Die Wahllokale schließen um 22 Uhr Ortszeit, anschließend werden erste Hochrechnungen erwartet.
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