Ein 21 Jahre alter Deutscher sitzt seit Donnerstag in Untersuchungshaft, weil er an einem Steinwurf auf ein Polizeifahrzeug in Kiel beteiligt gewesen sein soll. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Bei dem Vorfall in der Nacht zum 2. Juli war eine 25-jährige Polizistin schwer an Hand und Fuß verletzt worden, nachdem ein Stück einer Betonplatte die Frontscheibe des Streifenwagens durchschlagen hatte.
Der Stein war aus einem Hochhaus im Stadtteil Mettenhof geworfen worden. Um den oder die Täter zu identifizieren, führte die Polizei am 14. Juli eine großangelegte Aktion durch und bat die Bewohner des Gebäudes um eine freiwillige Speichelprobe. Auf dem Wurfgeschoss war zuvor DNA-Material sichergestellt worden.
Umfangreiche Untersuchungen führten zu Verdächtigen
Nach Angaben der Ermittler ergaben umfangreiche Untersuchungen einen Tatverdacht gegen den 21-Jährigen. Ein Haftrichter erließ Haftbefehl wegen versuchten Mordes sowie wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Staatsanwaltschaft Kiel bewertet den Steinwurf als versuchten Mord.
Bei Durchsuchungen mehrerer Objekte in Kiel stießen die Beamten zudem auf Hinweise, dass der Verdächtige in erheblichem Umfang mit Betäubungsmitteln gehandelt haben soll. Angaben zu möglichen weiteren Beteiligten machten die Behörden zunächst nicht.
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