Spitzenrasse

Fleckvieh-Fleisch: Ostdeutschland etabliert sich als Zentrum einer alten Rinderrasse

Im Osten der Republik ist eine Zuchtrasse von Rindern besonders häufig anzutreffen. Waum mehr als jede zweite Fleckvieh-Fleischkuh in Ostddeutschland steht.

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Ostdeutschland etabliert sich als Zentrum der deutschen Herdbuch-Kühe der Rasse Fleckvieh-Fleisch.

Ostdeutschland etabliert sich als Zentrum der deutschen Herdbuch-Kühe der Rasse Fleckvieh-Fleisch.

© Harald Lange/imago

Ostdeutschland hat sich zu einem Schwerpunkt der Zucht von Rindern der Rasse Fleckvieh-Fleisch entwickelt. Von den rund 7800 aktiven Herdbuch-Kühen dieser Rasse, die aktuell in Deutschland erfasst sind, steht mehr als die Hälfte in den östlichen Bundesländern.

Grund für diese regionale Konzentration ist die Situation nach der Wiedervereinigung. Fleckvieh-Fleisch war die Rasse, mit der sich der Mutterkuhbestand am günstigsten aufbauen ließ. Mutterkuhhaltung bezeichnet eine Form der Rinderhaltung, bei der die Kälber bei den Muttertieren bleiben und von diesen gesäugt werden.

Nach Angaben der Bauernzeitung bildeten die Basis für den Bestand Tiere aus Süddeutschland, Ungarn und Österreich sowie Fleckvieh-Milch aus Tschechien. Veredelt wurde diese Grundlage anschließend durch Spitzenbullen aus Dänemark, Süddeutschland und Großbritannien.

Von der Schweizer Alpenregion in die neuen Bundesländer

Die Wurzeln der Rasse reichen weit zurück. Bereits im Mittelalter wurden im Schweizer Simmental großwüchsige rot-weiß-gescheckte Rinder wegen ihrer Zugkraft, Milchleistung und Anpassungsfähigkeit geschätzt. Im 19. Jahrhundert verbreiteten sich die Schweizer Simmentaler in die Nachbarländer und bildeten dort die Grundlage für nationale Fleckvieh-Populationen.

Die Spezialisierung auf die Zuchtrichtung Fleisch – im Gegensatz zur Milchproduktion – ist dagegen vergleichsweise jung. Sie erfolgte erst in den zurückliegenden 60 Jahren und fand vor allem in Österreich und Bayern statt. Im Herdbuch werden die Abstammungs- und Leistungsdaten der Zuchttiere dokumentiert.

Die Rasse überzeugt durch die Kombination zweier Eigenschaften: Die gute Milchleistung der Muttertiere führe auch zu guten Fleischleistungen bei den Kälbern.

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