Sorge um sechs Jungtiere in Vorpommern: Unbekannte Täter haben von einem Landgut in Dudendorf sechs erst wenige Wochen alte Kälber entwendet. Da die Tiere auf eine regelmäßige Fütterung mit Muttermilch angewiesen sind, besteht laut Polizei akute Lebensgefahr für die Kälber. Die Ermittler bitten nun dringend um Hinweise aus der Bevölkerung.
Von einem Landgut im vorpommerschen Dudendorf sind sechs Kälber gestohlen worden. Wie das Polizeipräsidium Neubrandenburg mitteilte, entwendeten bislang unbekannte Täter die Tiere zwischen Freitagabend und Samstagmorgen aus ihren unter freiem Himmel aufgestellten Aufziehboxen.
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Lebensgefahr: Gestohlenen Kälbern fehlt die Muttermilch
Die Polizei sorgt sich um den Zustand der Tiere. Bei den entwendeten Kälbern handelt es sich um zwei bis vier Wochen alte Jungtiere, die auf eine regelmäßige Versorgung mit Muttermilch angewiesen sind und laut Polizeiangaben mindestens zweimal täglich gefüttert werden müssen.
Ohne fachgerechte Betreuung besteht für die Kälber in diesem Alter akute Gefahr für Gesundheit und Leben.
Zeugen gesucht: Polizei Ribnitz-Damgarten bittet um Hinweise
Die Tiere sind mit gelben Ohrmarken gekennzeichnet. Vier der Kälber haben eine rot-bunte Fellzeichnung, eines ist weiß-blau gefärbt. Zur Fellzeichnung eines weiteren Tieres lagen den Ermittlern zunächst keine Angaben vor. Den entstandenen Stehlschaden bezifferte die Polizei auf rund 5000 Euro.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Diebstahls aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer im Tatzeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Landgutes bemerkt hat oder Angaben zum Verbleib der Kälber machen kann, wird gebeten, sich beim Polizeirevier Ribnitz-Damgarten oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
Serie von Rinderdiebstählen auch in Brandenburg
Der Fall in Mecklenburg-Vorpommern reiht sich in eine Serie größerer Viehdiebstähle in Ostdeutschland ein. In Brandenburg wurden nach Angaben von Innenminister Jan Redmann (CDU) innerhalb von sieben Wochen bei vier Taten 233 Rinder entwendet, der Schaden liegt bei rund 337.000 Euro.
Redmann sprach laut Bauernzeitung von einer organisierten Täterstruktur, deren Schwerpunkt möglicherweise in Osteuropa liege. Eine eigene Ermittlungsgruppe der Polizeidirektion Süd befasst sich mit den Fällen.
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