Mehr als zwei Wochen nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in Namibia ist auch die zuletzt vermisste Silke Lohmiller identifiziert worden. Wie die namibische Polizei mitteilte, wurden die sterblichen Überreste der Deutschen nach aufwendigen Such- und Bergungsarbeiten gefunden und per DNA-Analyse eindeutig zugeordnet. Damit stehen die Identitäten aller vier deutschen Todesopfer fest. Die Leichen sollen nun nach Deutschland überführt werden.
Bei dem Unglück am 10. Mai kamen die frühere Stiftungsmanagerin Silke Lohmiller, ihr Ehemann und frühere Kaufland-Manager Richard Lohmiller, ihr Sohn Henry sowie ein deutscher Pilot ums Leben. Suchtrupps hatten zunächst lediglich die Leichen der drei Männer geborgen. Nach den sterblichen Überresten von Silke Lohmiller wurde anschließend über Tage hinweg weiter gesucht.
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Absturzstelle lag in steiler Schlucht
Die Such- und Bergungsarbeiten gestalteten sich nach Angaben der namibischen Polizei äußerst schwierig. Die Absturzstelle lag demnach nahe eines Berggipfels in einer steilen Schlucht in der Hardap-Region. Das Gelände sei selbst zu Fuß nur schwer zugänglich gewesen.
Die Opfer hätten deshalb nicht auf dem Landweg geborgen werden können, sondern per Hubschrauber ausgeflogen werden müssen. Zudem fing die Cessna 210 nach dem Aufprall Feuer und wurde weitgehend zerstört.
Familie Lohmiller unter den Todesopfern
Die Familie Lohmiller stammte aus Bad Rappenau in Baden-Württemberg. Richard Lohmiller hatte viele Jahre Führungspositionen bei Kaufland inne. Seine Frau Silke Lohmiller leitete später die Dieter-Schwarz-Stiftung und prägte zahlreiche Bildungsprojekte in der Region Heilbronn. Beide galten als langjährige Vertraute des Unternehmers Dieter Schwarz. Der gemeinsame Sohn Henry befand sich ebenfalls an Bord der Maschine.
Ermittlungen zur Ursache dauern an
Das Kleinflugzeug war am 10. Mai von Windhuk gestartet und sollte rund eine Stunde später auf einer privaten Landebahn nahe Sossusvlei landen. Die Maschine erreichte ihr Ziel jedoch nie. Trümmerteile wurden später in der abgelegenen Bergregion bei Hammerstein gefunden.
Die Ursache des Absturzes ist weiterhin unklar. Nach Angaben der namibischen Flugunfallbehörde DAAI werten Ermittler Wrackteile, Wartungsunterlagen und Wetterdaten aus. Zudem soll geklärt werden, ob die Maschine über einen Flugschreiber verfügte und ob dieser geborgen werden konnte.
Die Behörde arbeitet dabei nach eigenen Angaben mit der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung zusammen.
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