Bergbau

Forschung zur sicheren Versorgung mit kritischen Rohstoffen: HZDR erhält 20 Millionen Euro

Das HZDR erhält knapp 20 Millionen Euro für mehrere Forschungsvorhaben zur Rohstoffversorgung. Im Fokus steht die Gewinnung knapper Metalle für Zukunftstechnologien.

OAZ
2 Min
Seltene Rohstoffe

Seltene Rohstoffe

© Adobe Stock (KI generiert)/HZDR

Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) will mit mehreren Forschungsprojekten zur sicheren Versorgung Deutschlands mit Rohstoffen beitragen. Der Bund fördert die beteiligten Forscherteams in den kommenden drei bis fünf Jahren mit knapp 20 Millionen Euro, wie das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie am HZDR mitteilte. Insgesamt seien fünf Projekte und drei Nachwuchsgruppen vorgesehen.

Ein Vorhaben soll digitale Technologien entwickeln, mit denen sich geologische Informationen und Daten aus dem Altbergbau schnell und präzise erfassen und für die Erkundung von Lagerstätten nutzen lassen. Ein weiteres Projekt befasst sich mit der Gewinnung von Gold und strategischen Metallen aus polymetallischen Erzen.

„Die Sicherstellung einer nachhaltigen Rohstoffversorgung stellt Deutschland vor wachsende Herausforderungen. Dies trifft insbesondere auf metallische Technologierohstoffe zu, deren Bedarf nur durch primäre, im Bergbau gewonnene Rohstoffe zu decken ist", teilte das Institut mit.

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Bundesförderung erfolgt über zwei Programme

Viele Technologien wie Elektroautos, Solaranlagen oder Smartphones könnten ohne bestimmte Rohstoffe nicht produziert werden, hieß es weiter vom HZDR. Diese Materialien seien jedoch knapp, ihre Förderung problematisch und ihre Versorgung unsicher. Um Versorgungsrisiken zu verringern und die Souveränität zu stärken, habe die Europäische Union den Critical Raw Materials Act verabschiedet.

Zur Umsetzung der EU-Ziele hat die Bundesregierung laut HZDR die Fördermaßnahmen EGARoh und EGARoh_Junior aufgelegt. Sie sind in der FONA-Strategie des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) angesiedelt. Ziel sei es, technologische Neuerungen bei der Erkundung, Gewinnung und Aufbereitung primärer mineralischer Rohstoffe zu entwickeln und innerhalb von drei bis fünf Jahren in die Praxis zu überführen.

Mit dem Programm EGARoh_Junior fördert das Ministerium nach eigenen Angaben zudem internationale Nachwuchsgruppen, um den Fachkräftebedarf im Rohstoffsektor zu sichern. Mit dem Ende des Erzbergbaus in Deutschland Anfang der neunziger Jahre seien Berufsperspektiven in Forschung und Industrie verloren gegangen.

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