Bis zu 20 Millionen Euro sollen noch in diesem Jahr in die Suche nach Kupfer in Südthüringen investiert werden. Wie ein Sprecher der Kupfer Copper Germany GmbH (KCG) mitteilte, will das Unternehmen ab Mitte des Jahres ein neues Bohrverfahren einsetzen, bei dem von einem Hauptbohrloch aus mehrere Seitenarme in den Untergrund getrieben werden. Dieses Verfahren sei wesentlich effektiver als die bisherige Methode, bei der ausschließlich senkrecht in den Boden gebohrt wird. Die Genehmigung durch das Bergamt steht allerdings noch aus. Ob sich ein Kupferabbau in der Region wirtschaftlich lohnt, könnte nach Unternehmensangaben Ende des kommenden Jahres feststehen.
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Die KCG, eine Tochtergesellschaft des britisch-südafrikanischen Bergbaukonzerns Anglo American, sucht auf einem rund 900 Quadratkilometer großen Projektgebiet namens „Löwenstern“ im Landkreis Schmalkalden-Meiningen nach dem begehrten Industriemetall. Seit Anfang 2022 wurden dort sieben Bohrungen in Tiefen von bis zu 800 Metern niedergebracht. In mehreren davon fanden sich Kupfer-Silber- sowie Blei-Zink-Konzentrationen im sogenannten Kupferschiefer und im umliegenden Gestein. Zwischen Dörrensolz und Stepfershausen stieß das Team in über 700 Metern Tiefe bereits auf eine Kupfer-Silber-Mineralisierung, die nach Unternehmensangaben teils sogar mit bloßem Auge sichtbar war.
Das Projekt befindet sich nach Angaben des Unternehmens allerdings immer noch in einer frühen Phase. Dass Anglo American – der Konzern hält 80 Prozent der Projektanteile – aktiv wird, hat einen strategischen Grund: In anderen Fördergebieten des Konzerns, etwa in Kanada und Australien, werden die Ressourcen absehbar erschöpft sein. Selbst bei einem positiven Ergebnis könnte frühestens in zehn bis fünfzehn Jahren mit einem Abbau begonnen werden.
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