Eine Frau aus dem mittelsächsischen Lichtenberg hat mehr als eine Million Euro an Betrüger überwiesen, nachdem sie auf ein mit Künstlicher Intelligenz manipuliertes Video der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ hereingefallen war. Das teilte die Polizei in Chemnitz mit.
In dem gefälschten Clip trat eine vermeintliche Finanzexpertin auf, die für eine angeblich lukrative Geldanlage warb. Ein Link im Video führte zu einer Internetseite mit dem Namen Investhub 3.0. Nach der Anmeldung auf der Plattform sei die Frau zunächst von einer Anruferin und anschließend von einem angeblichen Broker kontaktiert worden, so die Polizei.
Dann blieben die Anrufe aus
Der vermeintliche Finanzdienstleister überzeugte sie den Angaben zufolge, in Gold, Öl und Kryptowährungen zu investieren. Der erste Einsatz lag bei knapp 250 Euro. In den folgenden Monaten hielten die Täter über Telefonate und Nachrichten in Onlinediensten den Kontakt aufrecht. Die Frau überwies wiederholt Beträge auf verschiedene Konten – einzelne Zahlungen bewegten sich zwischen 10.000 und mehr als 460.000 Euro.
Erst als die Anrufe des angeblichen Brokers ausblieben und die investierte Summe die Millionengrenze überschritten hatte, erkannte die Geschädigte den Betrug und wandte sich an die Kriminalpolizei.
Phishing, Fakeshops und Schadsoftware: Online-Betrug rund um die Fußball-WM
Urlaubsbuchung: KI-Betrugsmaschen täuschen mit Fake-Webseiten, Deepfake-Anrufen und Phishing-Mails
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]