Ehrung

Friedenspreis Dresden: Die Botschaft brennt vor halb vollen Rängen

Die polnische Aktivistin Klementyna Suchanow erhält den 17. Dresdner Friedenspreis in der Semperoper. Die Reden sind politisch brisant – doch die Ränge bleiben halbleer.

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Sichtlich zufrieden: Klementyna Suchanow gewann die von der Dresdner Künstlerin Konstanze Feindt-Eißner geschaffenen Preisskulptur.

Sichtlich zufrieden: Klementyna Suchanow gewann die von der Dresdner Künstlerin Konstanze Feindt-Eißner geschaffenen Preisskulptur.

© Robert Michael

Klementyna Suchanow. Eine Frau, die auf polnischen Straßen Hunderttausende in Bewegung gebracht hat, die bei Polizeieinsätzen gegen Proteste so schwer verletzt wurde, dass sie operiert werden musste – diese Frau steht am Sonntagvormittag auf der Bühne der Semperoper und empfängt den 17. Dresdner Friedenspreis. Im Parkett drei Viertel der Plätze besetzt, auf den Rängen fast jeder zweite Stuhl leer. Dass es diese Veranstaltung überhaupt geben würde, war nicht selbstverständlich: Peter Ufer vom Kuratorium enthüllt zu Beginn, dass Zuschriften und Telefonate eingingen, die den Preis verhindern sollten. Über die Motive schweigt Ufer – man machte trotzdem weiter.

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