Kultur

Semperoper Dresden mit zehn Premieren in der neuen Spielzeit

Die Semperoper Dresden startet mit zehn Premieren in die neue Spielzeit. Besucher erwartet ein vielseitiges Programm.

OAZ
3 Min
Leidet kaum unter Besuchermangel: Die Semperoper in Dresden.

Leidet kaum unter Besuchermangel: Die Semperoper in Dresden.

© Imago

Die Semperoper Dresden hat ihre Pläne für die kommende Spielzeit vorgestellt. Unter dem Motto „Stell dir vor, du bist Teil des Spiels“ möchte das renommierte Opernhaus ein Panorama musikalischen Erzählens bieten, das die Besucher einlädt, sich aktiv mit den Inszenierungen auseinanderzusetzen. Intendantin Nora Schmid kündigte insgesamt zehn Premieren an, die von Klassikern bis hin zu zeitgenössischen Werken reichen und in ihrer Vielfalt ein breites Publikum ansprechen sollen.

Den Auftakt macht im Oktober Giuseppe Verdis „Maskenball“ (Un ballo in maschera), inszeniert von Angela Denoke und unter der musikalischen Leitung von Daniele Gatti. Die Neuinszenierung eröffnet eine Premierenreihe, die sich bis zum Jahresende fortsetzt: Torsten Raschs neues Werk „Die wunderbaren Jahre“ wird auf der Bühne Semper Zwei uraufgeführt, gefolgt von dem dreiteiligen Ballettabend „Different Grounds“ und Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“.

Im Jahr 2027 geht es im März weiter mit Bohuslav Martinůs „The Greek Passion“, bevor im April gleich drei Premieren anstehen: Jens Joneleits Auftragswerk „Pech, Marie!“ auf der Bühne Semper Zwei, Ferdinando Paërs Oper „Leonora“ und die Uraufführung der Tanzproduktion „Cinderella“ von Kinshun Chan. Den Abschluss der Premieren bilden im Juni Samuel Penderbaynes „Subotnik“ und Richard Wagners monumentales Werk „Rienzi“.

Trotz Einsparungen mehr Besucher

Neben den Premieren bietet die Semperoper ein reichhaltiges Repertoire mit gut zwei Dutzend Stücken. Insgesamt sind rund 300 Vorstellungen geplant. Ein besonderes Highlight wird das zehnjährige Jubiläum der Bühne Semper Zwei sein, das im Mai 2027 gefeiert wird.

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Die Semperoper bleibt trotz finanzieller Einsparungen ein Publikumsmagnet. Im Januar lag die Auslastung bei 97,4 Prozent, und in der vergangenen Spielzeit strömten rund 582.000 Besucher in den Semperbau – ein Anstieg von 37.000 im Vergleich zum Vorjahr, wie Wolfgang Rothe, kaufmännischer Direktor der Sächsischen Staatsoper, sagte. Die Zahlen umfassen auch Tourneen der Staatskapelle Dresden und zusätzliche Veranstaltungen.

Die finanziellen Herausforderungen bleiben jedoch bestehen. Der Zuschuss des Landes Sachsen für die Semperoper und das Staatsschauspiel Dresden wurde im vergangenen Jahr um 7,3 Millionen Euro gekürzt, in diesem Jahr sind es weitere 5,9 Millionen Euro. Dennoch sei es gelungen, ein Programm zu gestalten, das künstlerische Vielfalt und Exzellenz vereint. Der Kartenvorverkauf für die Saison 2026/2027 startet am 25. März online, während Abonnenten bereits ab dem 10. März Zugang zu den Tickets haben. Die Staatskapelle Dresden wird ihre eigene Saison separat vorstellen.

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