Nach rechtlichen Auseinandersetzungen nehmen die Pläne für die Generalsanierung des Deutschen Nationaltheaters (DNT) in Weimar konkrete Formen an. Bis zur Bestätigung des Oberlandesgerichts im Dezember 2025 stand die Rechtmäßigkeit des Architektur-Wettbewerbs aus dem Jahr 2024 in Frage. Erst dann wurde das Vergabeverfahren für das Projekt wieder aufgenommen.
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Die Planung für das Projekt übernimmt nun das Berliner Büro für Architektur und Design, Studio Qwertz. Unter sorgfältiger Berücksichtigung des Denkmalschutzes sollen vor allem der Erhalt und die Verbesserung der Spiel- und Produktionsbedingungen gewährleistet werden. Dazu gehört eine umfassende Verbesserung der Raumakustik, die Gewährleistung optimaler Sichtlinien, sowie eine umfangreiche Neuplanung der Raumverteilung und Bemessung.
Neben dem Erhalt des traditionellen Gebäudes soll unter dem Motto „Smart Theater“ eine grundlegende Modernisierung zur zeitgemäßen Nutzung des Theaterhauses beitragen. Dafür werden leistungsfähige Netzwerkinfrastrukturen installiert, digitale Untertitelsysteme (auch barrierefrei) integriert, sowie Bühnen- und Gebäudetechnik durch intelligente Steuerungssysteme automatisiert.
Das Bauvorhaben besteht aus drei Teilprojekten: Die Generalsanierung und Neustrukturierung des Haupthauses am Theaterplatz, der Anbau eines Proberaumes für die Staatskapelle Weimar, sowie der Neubau eines Werkstattgebäudes.
Das in seiner heutigen Gestalt 1908 eröffnete DNT sollte nach Angaben der offiziellen Website ab spätestens 2029 denkmalgerecht saniert und moderat erweitert werden. Für das Bauvorhaben stellen Bund und Land Thüringen 167 Millionen Euro zur Verfügung.
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Das DNT ist Thüringens überregional bekannteste Theaterbühne und auch ein wichtiger Ort der Demokratiegeschichte. 1919 trat dort die neu gewählte deutsche Nationalversammlung zur verfassunggebenden Sitzung zusammen: Daher stammt der Name Weimarer Republik.
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