Mit der ab Oktober geltenden Gasumlage hat die Bundesregierung zugleich massive Preissteigerungen für die Bevölkerung beschlossen. In Hamburg könnten allerdings viele Menschen von den geplanten Erhöhungen verschont bleiben, berichtete der NDR. Dies gelte für all jene Haushalte, die Erdgas oder Fernwärme vom städtischen Versorger Hamburg Energie beziehen.
„Wir prüfen jetzt, ob das rechtlich, wettbewerbsrechtlich und beihilferechtlich geht“, teilte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Hamburger Rathaus mit. Sofern dies rechtlich möglich sei, wolle man auf eine Weitergabe der durch die Gasumlage gestiegenen Kosten an die Verbraucher verzichten, sagte auch Finanzsenator Andreas Dressel (SPD).
Berlin: Gasag gibt Gasumlagen ab Oktober an Kunden weiter
Dressel: Niemand soll seine Wohnung verlieren
Daneben seien auch Entlastungsmaßnahmen für die Kunden privater Energieversorger im Finanzministerium in Arbeit. Dressel betonte: „Wir wollen nicht, dass in diesem Winter jemand seine Wohnung verliert, dass er von den Versorgern abgeknipst wird.“ Daher bereite man einen Härtefallfonds nach dem Vorbild Niedersachsens vor, der insbesondere zur Unterstützung einkommensschwächerer Menschen gedacht sei.
Gasumlage, Mehrwertsteuer-Senkung: Wie teuer Strom und Gas jetzt werden
Wegen massiv gestiegener Beschaffungskosten hatte die Ampel-Koalition Anfang August die umstrittene Gasumlage beschlossen. Dadurch können Energielieferanten die höheren Preise ab Oktober an die Verbraucher weitergeben – wodurch Gas etwa 2,4 Cent pro Kilowattstunde teurer werden soll. Zur Entlastung der Bürger senkte die Bundesregierung zuletzt die zusätzlich anfallende Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent. Im Gegensatz zu Hamburg wurden in Berlin bislang keine weiteren Entlastungen angekündigt.
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