Wie viel Mark ist Dahlwitz-Hoppegarten (Märkisch-Oderland) die Vermittlung von Arbeitslosen wert? Die Beantwortung dieser Frage hat die Gemeindevertretung in zwei Lager gespalten. 33 000 Mark, 0,15 Prozent des Gemeindehaushalts von 21,5 Millionen Mark, stellte der Ort in diesem Jahr für die Arbeitslosen-Vermittlung bereit. Zu viel, sagen die einen. Lasst uns abwarten, sagen die anderen. Anlass des Streits ist die Kommunale Arbeitsvermittlung Neuenhagen, an der Dahlwitz-Hoppegarten seit Mai 1999 beteiligt ist. Die Einrichtung, an der sich Dahlwitz-Hoppegarten mit einer Jahresgebühr von 33 000 Mark beteiligt, ist die erste ihrer Art in Deutschland. Sechs Arbeit Suchende aus der Gemeinde sind bislang vermittelt worden. Für einige Gemeindevertreter steht das in keinem Verhältnis zu dem finanziellen Aufwand der Kommune. "Die Mittel haben nicht den Erfolg gebracht", sagt Jürgen Mathis (SPD). Er plädiert dafür, das Geld "sinnvoller einzusetzen", etwa für einen Streetworker, der die Jugendlichen des Ortes zwei, drei Mal in der Woche betreuen soll. Und Klaus Manthe (CDU) glaubt: "Leute, die aktiv sind, finden Arbeit." Bürgermeister Volker Schulz (SPD) kann über die Diskussion nur den Kopf schütteln. "Wir reden über 0,15 Prozent des Haushalts", sagt er. "Außerdem sind sieben Monate eine sehr kurze Zeit, nach der kaum allgemein gültige Feststellungen getroffen werden können", sagte Schulz. Er glaubt, die Arbeitsvermittlung könne nach einer Anlaufphase in Dahlwitz-Hoppegarten jährlich bis 50 Arbeitssuchende vermitteln. Ende Januar soll erneut über die Vertragsverlängerung beraten werden. (md.)ARBEITSLOSE 175 wurden vermittelt // Im April 1998 wurde die Kommunale Arbeitsvermittlung in Neuenhagen gegründet. Ein Jahr später schlossen sich Fredersdorf-Vogelsdorf und Dahlwitz-Hoppegarten an. Die Gemeinden bezahlen unterschiedliche Beiträge.Seit Gründung wurden 175 Arbeitslose vermittelt. Stets muss einer der Partner Arbeit Suchender oder Unternehmen aus einem der drei Orte kommen.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]