Der Iran und der Oman treiben Pläne für mögliche Gebühren in der Straße von Hormus voran, wie die New York Times unter Berufung auf einen iranischen Beamten und mehrere Diplomaten berichtet. Der Oman soll demnach einen formellen Vorschlag an die USA und weitere westliche Länder übermittelt haben.
Der Vorschlag sieht dem Bericht zufolge vor, dass Reedereien für Dienstleistungen rund um die Schifffahrt zahlen. Ob die Abgaben verpflichtend oder freiwillig wären, ist laut New York Times unklar: Der iranische Vertreter sprach von obligatorischen Zahlungen, ein Diplomat aus der Region von freiwilligen Beiträgen. Vor Beginn des Krieges zwischen den USA, Israel und Iran Ende Februar konnten Schiffe die Meerenge gebührenfrei passieren.
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Straße von Malakka als Vorbild?
Der omanische Vorschlag orientiert sich nach Angaben eines regionalen Diplomaten teilweise an den Regelungen für die Straße von Malakka und die Straße von Singapur, berichtete die New York Times. Dort verwaltet eine private japanische Stiftung freiwillige Beiträge von Regierungen, Unternehmen und Branchenverbänden zur Sicherung der Schifffahrt.
Eine im Juni unterzeichnete Rahmenvereinbarung zwischen den USA und dem Iran sieht die gebührenfreie Durchfahrt durch die Straße von Hormus für zunächst 60 Tage vor. US-Präsident Donald Trump bezeichnete Überlegungen zu Mautgebühren laut New York Times vergangene Woche als „inakzeptabel“.
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US-Außenminister Marco Rubio sagte in Bahrain, die USA lehnten jede Form der Vermarktung ab, „ob man es Gebühr, Maut oder Spende nennt“. Im Mai hatte Trump dem Oman nach Angaben der New York Times mit Bombardierungen gedroht, sollte es sich nicht „wie alle anderen verhalten“.
„Wir müssen zu dem Zustand zurückkehren, in dem die Meerenge vor diesem Konflikt aussah“, sagte Rubio weiter. Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagte laut New York Times in diesem Monat im iranischen Staatsfernsehen, eine Rückkehr zum Vorkriegszustand werde es nicht geben.
Eine mit der US-Position vertraute Person sagte laut dem Bericht, dass die amerikanischen Unterhändler den omanischen Vorschlag erhalten hätten. Es gebe Bedenken, die sie mit omanischen Beamten besprechen wollten. Die amerikanischen Verhandler seien jedoch zuversichtlich, dass die Differenzen gelöst werden könnten.
Macron empfing Omans Sultan in Frankreich
Der omanische Außenminister Badr al-Busaidi lehnte laut New York Times Überlegungen ab, nur für eine Durchfahrt durch die Meerenge Gebühren zu erheben, da dies illegal sei, jedoch unterschied er zwischen reinen „Transitgebühren“ und möglichen Zahlungen für Dienstleistungen durch Anrainerstaaten.
Am Montag empfing Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Omans Sultan Haitham bin Tariq in Paris. Dabei bekräftigten sie ihr „Engagement für die Gewährleistung der bedingungslosen und uneingeschränkten Schifffahrtsfreiheit, einschließlich des Rechts auf Transitpassage gemäß dem Seerecht“, hieß es laut Bloomberg in einer von Macrons Büro veröffentlichten Erklärung.
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