Der Leipziger Maler, Zeichner und Grafiker Michael Triegel hat am Freitagabend in Bad Düben den Gellert-Preis 2026 entgegengenommen. Es war die 28. Verleihung der von Landkreis Nordsachsen und Sparkasse Leipzig gestifteten Auszeichnung. Landrat Kai Emanuel und Sparkassen-Vorstandschef Harald Langenfeld überreichten den Preis bei einer Festveranstaltung im Heide Spa vor mehr als 100 Gästen. Die Laudatio hielt Jeannette Stoschek vom Museum der bildenden Künste Leipzig.
Die Fachjury begründete ihre Wahl mit Triegels Verbindung von Malerei im Stil der Alten Meister mit aktuellen, existenziellen Fragen. Er übertrage jahrhundertealte Themen mit Gesichtern von Menschen der Gegenwart ins Hier und Jetzt, heißt es in der Mitteilung des Landkreises.
Der 57-Jährige stammt aus Erfurt. International bekannt wurde er nach Angaben des Landkreises unter anderem durch sein Porträt von Papst Benedikt XVI. und durch die neue Mitteltafel für den Marienaltar im Naumburger Dom. Von deren Entstehung erzählt der Anfang 2026 erschienene Kinofilm „Triegel trifft Cranach – Malen im Widerstreit der Zeiten“. Die Theologische Fakultät der Universität Leipzig verlieh Triegel die Ehrendoktorwürde. Weitere Arbeiten sind die Themenfenster in der Schlosskirche Köthen, das Altargemälde in der Basilika Wechselburg und das Auferstehungsfenster in der Johanniskirche Plauen; zahlreiche Werke befinden sich zudem in Franken.
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Namensgeber ist Christian Fürchtegott Gellert (1716–1769), Dichter und Philosoph der Aufklärung in Leipzig; sein bekanntester Schüler war Johann Wolfgang von Goethe. Gellert verband eine enge Freundschaft mit Graf Vitzthum von Eckstädt, der mit seiner Familie im Barockschloss Schönwölkau im heutigen Landkreis Nordsachsen lebte. Zwischen 1758 und 1766 zog sich Gellert regelmäßig auf diesen Landsitz zurück.
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