Die Gemeinde Bannewitz bei Dresden verschenkt den Erlös aus zehn herrenlosen Goldbarren an 30 örtliche Vereine. Der Gemeinderat beschloss am Dienstagabend einstimmig eine entsprechende Vorlage. Jeweils drei Vereine sollen sich den Erlös aus dem Verkauf einer Goldunze teilen, wie Bürgermeister Heiko Wersig (parteilos) dem MDR Sachsen sagte.
Ursprünglich war geplant, zehn Vereine zu berücksichtigen. Es sei aber „wahnsinnig schwer“ gewesen, aus rund 50 örtlichen Vereinen auszuwählen, sagte Wersig. Daher sei die Liste auf 30 erweitert worden. Bevorzugt berücksichtigt wurden den Angaben zufolge Projekte der Kinder- und Jugendarbeit sowie des sozialen Zusammenhalts. Zu den Begünstigten zählen unter anderem Karnevals- und Schützenvereine, Freiwillige Feuerwehren, Musikvereine, ein Seniorenclub, ein Golfclub sowie der Verein Teichfliegen Possendorf.
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Die zehn Ein-Unze-Barren waren im Oktober 2025 bei Mäharbeiten an einem Rückhaltebecken am Hengstberg entdeckt worden. Den Gesamtwert beziffert die Polizeidirektion Dresden auf knapp 40.000 Euro. Hinweise auf eine Straftat gibt es nach Angaben der Polizei nicht. Da bis zum Ablauf der gesetzlichen Sechs-Monats-Frist am 17. April kein rechtmäßiger Eigentümer ermittelt werden konnte, fiel das Gold an die Gemeinde. Verwahrt wird es derzeit beim Polizeipräsidium Dresden.
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Übergabe in der kommenden Woche
In der kommenden Woche sollen die Barren feierlich an Vereinsvertreter übergeben werden. Laut Wersig wird das Edelmetall an Ort und Stelle auf seine Echtheit geprüft und innerhalb einer Viertelstunde verkauft, damit alle Vereine die gleichen Konditionen erhalten. Die Empfänger müssen bis Jahresende nachweisen, wofür sie das Geld verwendet haben.
Der Förderverein der Oberschule Bannewitz will mit dem Erlös ein Sonnensegel für ein „Grünes Klassenzimmer“ mitfinanzieren. „Wir möchten die Anschaffung eines Sonnensegels für unser Grünes Klassenzimmer vorantreiben“, sagte Vorstandsmitglied Marlen Schäfer dem MDR. Die Gesamtkosten lägen bei bis zu 7.000 Euro.
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