US-Präsident Donald Trump hat die neue Präsidentenmaschine Air Force One präsentiert. Das Flugzeug vom Typ Boeing 747, ein Geschenk aus Katar, soll laut New York Times die seit 1990 genutzten hellblauen Vorgänger ersetzen.
Bei einer Zeremonie auf dem Militärstützpunkt Joint Base Andrews bezeichnete Trump die Maschine als „fliegendes Weißes Haus“ mit einem Maß an Luxus, das es so noch nie gegeben habe. Die Lackierung in Rot, Weiß und Blau sei „die eleganteste Variante“, sagte er laut der Zeitung.
Trump kündigte an, das Flugzeug werde voraussichtlich an den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli mit einem Überflug teilnehmen. Die Maschine soll laut New York Times eine Lücke bis zur Lieferung von zwei Boeing 747-8 Flugzeugen schließen, deren Lieferung sich verzögere. Es sei „sehr freundlich“ von Katar, das Flugzeug zur Verfügung zu stellen, sagte Trump laut New York Times.
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Kritik von Demokraten
Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, hatten Vertreter der Demokraten die Annahme der Maschine als „Bestechung“ und „ausländische Einflussnahme“ kritisiert. Die US-Verfassung untersagt Regierungsvertretern die Annahme von Geschenken ausländischer Staaten ohne Zustimmung des Kongresses.
Um den möglichen Verdacht der Bestechlichkeit auszuräumen, sei das Geschenk offiziell an das Verteidigungsministerium gegangen. Industrievertreter beziffern den Wert der Maschine laut New York Times auf rund 200 Millionen Dollar. Trump hatte zuvor erklärt, das Flugzeug solle später an seine künftige Präsidenten-Bibliothek übergehen.
Sicherheitsumbauten im Flugzeug
Die US-Luftwaffe teilte laut dem Sender CNBC mit, jedes als Air Force One eingestufte Flugzeug müsse strenge Sicherheitsanforderungen erfüllen. Die katarische Maschine sei nach einem „disziplinierten technischen Ansatz“ umgebaut worden. Abgeordnete hatten laut New York Times Bedenken geäußert, ob die Zeit für den Einbau ausreichender Schutzsysteme gegen Raketen oder elektromagnetische Effekte eines nuklearen Angriffs ausreiche.
Die beiden bisherigen Maschinen vom Typ VC-25A sollen nach Angaben eines Luftwaffensprechers zunächst im Bestand bleiben, bis die neuen Boeing-Flugzeuge einsatzbereit sind, berichtete die Nachrichtenagentur AP. Trumps Rückflug vom G7-Gipfel in Frankreich sei der letzte geplante Einsatz der alten Präsidentenmaschine gewesen, sagte der US-Präsident laut CNBC. (mit AFP)
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