Das Gesundheitszentrum Bitterfeld-Wolfen erhält vom Landkreis Anhalt-Bitterfeld weitere 3,3 Millionen Euro. Das hat ein kurzfristig einberufener Sonderkreistag am Donnerstagabend (15. Oktober) mehrheitlich beschlossen. Das Geld ist für das laufende Jahr bestimmt. Damit ist eine drohende Überschuldung vorerst abgewendet. Bereits zuvor hatte der Kreis einen Zuschuss von 4,5 Millionen Euro gezahlt. Insgesamt fließen in diesem Jahr damit 7,8 Millionen Euro an das Gesundheitszentrum.
Grund für den zusätzlichen Finanzbedarf ist, dass im Goitzsche-Klinikum deutlich weniger Patienten behandelt werden als geplant. Landkreis und Gesundheitszentrum hatten deshalb zum Jahresende mit einem Minus von mehr als sieben Millionen Euro gerechnet.
Bis zu 80 Stellen könnten wegfallen
Wie der MDR Sachsen-Anhalt berichtet, sind die Sparpläne mit dem Beschluss nicht vom Tisch. Nach Angaben des Landkreises sehen Wirtschaftsprüfer strukturelle Mängel im Betrieb des Gesundheitszentrums. Sie empfehlen, bis zu 80 Vollzeitstellen abzubauen. Zudem steht ein Lohnverzicht von zehn Prozent im Raum. Im Goitzsche-Klinikum arbeiten insgesamt rund 900 Beschäftigte. Ob und in welchem Umfang Stellen wegfallen, ist bislang offen.
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Landrat Andy Grabner (CDU) hatte vor der Sitzung erklärt, alles Mögliche für den Erhalt des Gesundheitszentrums tun zu wollen. Für den finanzklammen Landkreis ist die erneute Finanzspritze eine große Belastung. Erst in diesem Jahr hatte der Kreis bereits das Helios-Krankenhaus in Zerbst übernommen, das ursprünglich geschlossen werden sollte.
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