Im Oktober vergangenen Jahres hat ein Gemeindemitarbeiter in Bannewitz bei Dresden einen Goldschatz entdeckt. Laut der Gemeinde mit rund 11.000 Einwohnern südlich von Dresden ergab eine Prüfung nun, dass das Gold echt ist. Bürgermeister Heiko Wersig (parteilos) übergab die zehn Barren am Montag an Vertreter von 30 örtlichen Vereinen. Diese teilen sich den Erlös von 38.000 Euro zu gleichen Teilen.
Edelmetallfachleute prüften zuvor die jeweils rund 31 Gramm schweren Barren in einem mehrstufigen Verfahren mit Magnettests sowie elektrischen Leitfähigkeits- und Röntgenfluoreszenzanalysen. „Jetzt, wo das grüne Licht da ist, wird das Geld umgehend auf die Vereinskonten überwiesen“, sagte der Sprecher der Ostsächsischen Sparkasse, Henrik Oliver von Oehsen, laut Deutscher Presse-Agentur. „Unsere Vereine können nun fest mit dem Geld planen“, erklärte Wersig.
Gemeinde bei Dresden verschenkt Erlös aus zehn Goldbarren an örtliche Vereine
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Ein Gemeindemitarbeiter hatte die zehn Ein-Unze-Barren vor einem halben Jahr bei Mäharbeiten an einem Rückhaltebecken am Hengstberg entdeckt. Hinweise auf eine Straftat ergaben sich nach Angaben der Polizei nicht. Da bis zum Ablauf der gesetzlichen sechsmonatigen Finderfrist am 17. April kein rechtmäßiger Eigentümer ermittelt werden konnte, ging das Gold in den Besitz der Gemeinde über.
Verteilung der Gelder: Kinder- und Jugendprojekte bevorzugt
Der Gemeinderat hatte einstimmig beschlossen, den Erlös an örtliche Vereine zu verteilen. Ursprünglich waren zehn Empfänger geplant, doch sei die Auswahl aus rund 50 Vereinen „wahnsinnig schwer“ gewesen, sagte Wersig dem MDR Sachsen. Die Liste sei daher auf 30 erweitert worden. Bevorzugt berücksichtigt wurden den Angaben zufolge Projekte der Kinder- und Jugendarbeit sowie des sozialen Zusammenhalts.
Zu den Begünstigten zählen Freiwillige Feuerwehren, Karnevals-, Schützen-, Musik- und Sportvereine, ein Seniorenclub, ein Golfclub sowie Jugendclubs. Die Empfänger müssen bis Jahresende nachweisen, wofür sie das Geld verwendet haben. Der Förderverein der Oberschule Bannewitz beispielsweise will den Anteil nach Angaben von Vorstandsmitglied Marlen Schäfer in ein Sonnensegel für ein „Grünes Klassenzimmer“ investieren. (mit dpa)
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