Gesundheit

Göring-Eckardt: Corona-Aufarbeitung nicht missbrauchen

Mit der Pandemie werde noch immer Stimmung gegen die Demokratie gemacht, sagt Göring-Eckardt. Die Bundestagsvizepräsidentin fordert eine ideologiefreie Aufar...

dpa
2 Min
ARCHIV - Göring-Eckardt sagt, es wäre klug gewesen, schon zu Beginn der Legislaturperiode eine transparente Debatte zu führen, was das Land aus der Pandemie lernen könne.

ARCHIV - Göring-Eckardt sagt, es wäre klug gewesen, schon zu Beginn der Legislaturperiode eine transparente Debatte zu führen, was das Land aus der Pandemie lernen könne.

© Jan Woitas/dpa

Sie sprach sich dafür aus, ideologiefrei zu klären, „wie wir uns als Politik und Gesellschaft gut dafür rüsten, falls eine ähnliche Ausnahmesituation uns in Zukunft bedrohen wird“.

Göring-Eckardt: Besonnen und respektvoll aufarbeiten

„Ich bin überzeugt: Es war nicht alles falsch, es war nicht alles richtig, was umgesetzt und verlangt worden war“, sagte Göring-Eckardt. „Das ist doch auch nachvollziehbar in einer Situation, die noch nie war.“ Diese besonnen und respektvoll aufzuarbeiten sei richtig, „auch um Wunden in der Gesellschaft, die das Coronavirus verursacht hat, zu heilen“. Sie fügte hinzu: „Dazu gehört übrigens auch, dass auch die Kritiker der damaligen Corona-Politik sich fragen, ob sie Ängste und Sorgen ihrer Mitmenschen vor dem Unbekannten zu sehr ignoriert hatten.“

Göring-Eckardt sagte, es wäre klug gewesen, schon zu Beginn der Legislaturperiode im Deutschen Bundestag eine transparente Debatte zu führen, was das Land aus der Pandemie lernen könne, auch in Bezug auf eigene Parlamentsentscheidungen. „Dies sollten wir nachholen. Nur Offenheit nimmt den Brandstiftern und Verschwörungstheoretikern die Glut.“ Die demokratische Kontrolle sei in der Corona-Pandemie eben nicht ausgesetzt gewesen.

Vier Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie war der Ruf nach einer Aufarbeitung der staatlichen Politik zur Eindämmung des Virus zuletzt lauter geworden. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zeigte sich am Mittwoch offen für eine Aufarbeitung des Krisenmanagements, mahnte aber zu einem geeigneten Vorgehen. „Ich glaube, dass wir uns als Bundesregierung darüber Gedanken machen müssen: Was ist die klügste Form der Aufarbeitung“, sagte der SPD-Politiker. „Und es muss nach vorne gerichtet sein, also: Welche Lehren ziehen wir aus der Pandemie?“

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