Australien hat im jahrelangen Streit um den Schutz des Great Barrier Reef einen wichtigen Etappensieg erzielt. Nach einem Entwurf des UNESCO-Welterbezentrums soll das größte Korallenriff der Erde vorerst nicht auf die Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt werden. Die endgültige Entscheidung trifft das Welterbekomitee Ende Juli in der südkoreanischen Stadt Busan.
Die australische Tourismus-Staatssekretärin Nita Green begrüßte den Entwurf. Er würdige die Anstrengungen Australiens beim Schutz des Riffs, sagte sie am Samstag.
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UNESCO sieht weiter große Risiken
Trotz der positiven Nachricht verbindet die UNESCO ihre Entscheidung mit einer deutlichen Warnung. Das Welterbezentrum verweist auf die zunehmenden Folgen des Klimawandels und mehrerer Massenbleichen in den vergangenen Jahren. Die Widerstandskraft des Riffs nehme ab, weshalb weitere Schutzmaßnahmen notwendig seien. Australien muss bis 2028 einen neuen Bericht über den Zustand des Great Barrier Reef vorlegen.
Korallen leiden unter steigenden Meerestemperaturen
Das rund 2400 Kilometer lange Great Barrier Reef vor der Küste Queenslands ist Lebensraum für rund 400 Korallenarten und etwa 1500 Fischarten. Seit 2016 kam es dort mehrfach zu großflächigen Korallenbleichen. Als wichtigste Ursache gelten steigende Meerestemperaturen infolge des Klimawandels.
Für Australien hat das Riff auch wirtschaftlich enorme Bedeutung. Nach Regierungsangaben trägt es jährlich mehr als neun Milliarden Australische Dollar zur Wirtschaftsleistung bei und zieht mehr als zwei Millionen Besucher an. Die Regierung hatte sich deshalb seit Jahren gegen eine Einstufung als gefährdetes Welterbe eingesetzt.
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