In Greifswald ist die alte Eiche am Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium am Sonntag gefällt worden. Der Baum stand am Übergang von der Goethestraße zur Arndtstraße, wie die Stadtverwaltung Greifswald mitteilte. Die Stadt sah die Standsicherheit nicht mehr als gegeben an.
Zunächst wollte die Stadt den Stamm nur einkürzen. Bei einer zweiten Untersuchung fand die Baumgutachterin jedoch einen Fruchtkörper des Tropfenden Schillerporlings. Dieser Pilz zersetzt das Holz im Inneren des Stammes. Hinzu kam der Eichenfeuerschwamm, der bereits eine ausgeprägte Fäule im Stammfuß verursacht hatte. Nach Einschätzung der Gutachterin hätten jederzeit große Äste abbrechen oder der ganze Baum umstürzen können. Da die Krone über Gehweg und Fahrbahn einer stark befahrenen Straße ragte, entschied sich die Stadt für die Fällung.
Bausenator Achim Lerm bedauerte den Schritt: „Die Eiche hat das Straßenbild an dieser Stelle seit vielen Jahrzehnten geprägt und gehört für viele Menschen einfach zu diesem Ort.“ Man habe den Baum unbedingt erhalten wollen, die Schäden seien dafür aber zu weit fortgeschritten gewesen. „Die Sicherheit der Menschen geht vor“, so Lerm.
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Die Arbeiten fanden bewusst an einem Sonntag statt, damit der Verkehr möglichst wenig beeinträchtigt wurde. Die Untere Naturschutzbehörde war eingebunden. Ob an der Stelle ein neuer Baum gepflanzt wird, ließ die Stadt offen.
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